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Fast hätten die Titelverteidiger, die Närrischen Siedler Lichteneiche Forchheim, ihren Vorjahreserfolg wiederholen können — ein einziger Punkt nur trennte sie vom Spitzenplatz. Am Ende bewertete die siebenköpfige Jury, jedes Männerballett durfte erstmals einen Vertreter entsenden, aber die gezeigte Leistung der Närrischen Siedler mit 212 Punkten. Mit einem einzigen Punkt mehr, also 213, landeten die Brucker Gashenker aber auf dem ersten Platz.
Die Jury hatte keine leichte Aufgabe, denn alle am Wettbewerb beteiligten Männerballetts hatten in den letzten Wochen und Monaten hart trainiert. Bewertet wurden schließlich die Idee, die Synchronität der Tänzer, die Musik- und die Kostümauswahl. Der Tanz der Sieger aus Bruck stand unter dem Motto „Sexy Putzfrauen“ — zu Klängen wie Fendrichs „Macho Macho“ verwandelten sie sich während ihres Auftritts zu „Machos“. Eingebaut hatten die Brucker einige anspruchsvolle Akrobatikelemente, darunter auch schöne Hebefiguren.
Für die Närrischen Siedler Forchheim blieb mit ihrem Showtanz unter dem Motto „Al Capone“ nur der zweite Platz übrig, wobei so mancher Besucher eigentlich die Närrischen Siedler als Gewinner gesehen hatte. Sie bestachen mit einer sehr gut einstudierten Choreographie, anspruchsvollen Akrobatikelementen und stilvollen Kostümen. Die Närrischen Siedler zeigten sogar einen Striptease und am Ende standen die Tänzer nur noch in Boxershorts auf der Bühne.
Der dritte Platz ging an das Männerballett des Fosanochtsvereins Heroldsbacher Narren, die ihren Tanz unter das Motto „1000 und eine Nacht“ stellten. Auch dieser Auftritt war gespickt mit anspruchsvollen und teilweise sogar waghalsigen Sportakrobatikelementen. Die funkelnden Kostüme und eine fast perfekt einstudierte Choreographie zeichneten ihren Tanz aus.
In der bis auf den letzten Platz gefüllten Mehrzweckhalle sah das überwiegend weibliche Publikum weitere unterhaltsame Auftritte. Das Männerballett der Röttenbacher Besenbinder verwandelte sich von Nonnen in Cancan-Tänzerinnen. Erstmals in Effeltrich dabei waren die Steiner Schlossgeister, die unter dem Motto „In Bayern kann man feiern“ einen anerkennenswerten Auftritt hinlegten.
Keinen Metzger, keinen Bäcker, aber ein rühriges Männerballett hat der Forchheimer Stadtteil Kersbach. Unter dem Motto „Das Walberla ruft“ zeigten die Tänzer eine feine Leistung, die die Jury nach Meinung mancher Beobachter nur unzureichend würdigte. Sie belegten, gemeinsam mit den restlichen vier Gruppen nur den „vierten Platz“, obwohl im Vergleich zu den Vorjahren eine deutliche Leistungssteigerung erkennbar war.
Erstmals mit dabei war das Männerballett aus Poxdorf, das mit dem Tanz „Schneewittchen und die sieben Zwerge“einen gelungenen Einstand in Effeltrich gab.
Zu sehen war ferner das Effeltricher Männerballett, das aber „außer Konkurrenz“ tanzte. Die Gardemädchen zeigten ebenfalls eine Showeinlage. Für die musikalische Umrahmung sorgte DJ Andre. Das Publikum, vor allem Frauen unterschiedlichen Alters, hatte sichtlich seinen Spaß an den Darbietungen.
Mehr Bilder unter www.nn-forchheim.de

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