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Freitag, 21.09.2018

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Talent aus Japan für Effeltrich an der Platte

Tischtennis-Krösus des Landkreises bekommt unverhofft Verstärkung - 13.06.2018 09:27 Uhr

Der 18 Jahre junge Japaner Yutaka Kashiwa soll sich in Deutschland erste Sporen verdienen und könnte zum Edeljoker für die DJK Effeltrich in der 3. Bundesliga Süd avancieren. © Foto: Albert/TSV Bad Königshofen


Wie gut Yutaka Kashiwa sein Metier tatsächlich beherrscht, lässt sich bisher nur aus Erzählungen und Videos über den vorhandorientierten Linkshänder ableiten. Die groben Informationen über den 18 Jahre alten Japaner reichten für Effeltrichs Teammanager jedoch aus, um eine Spielerlaubnis beim Verband zu beantragen. Während die Einstufung ins bekannte Punktesystem, das die Stärke eines Akteurs abbilden soll, noch aussteht, freut sich Weninger über ein Überraschungs-Paket mit wenig Risiko für seinen Klub.

Und das sieht so aus: Yutaka Kashiwa kommt ab Herbst für mehrere Monate nach Deutschland, um sich weit weg von der großen Talent-Masse des asiatischen Marktes erste Sporen auf der Profi-Bühne zu verdienen. Formelle Anlaufstation für Kashiwa ist der Bundesliga-Standort Bad Königshofen, wo mit Koji Itagaki ein profilierter Landsmann ein einzigartiges Erfolgsprojekt gestartet wurde. Zusätzlich zum Trainingsprogramm soll der junge Gastspieler Gelegenheiten zum Praxistest auf möglichst hohem Niveau erhalten, so dass sich die Unterfranken in Person von Manager Andreas Albert im Mai mit Jürgen Weninger in Verbindung setzten.

"Eigentlich wollten wir ja in unveränderter Besetzung in die neue Saison gehen", erklärt wiederum der Architekt der jüngeren Effeltricher Aufstiegsgeschichte, die im Frühjahr mit dem überraschenden Klassenverbleib in der dritten deutschen Etage fortgeschrieben wurde. Allerdings profitierten die Oberfranken von der Ausnahmesituation, dass nur das Schlusslicht der Süd-Staffel absteigen musste. Die Verdichtung des Kellerkampfes in der neuen Saison und die Tatsache, dass die Mannschaft ohne den mehrmals beruflich abwesenden Routinier Martin Jaslovsky Probleme hat, hielten jetzt als Argumente für die Neuverpflichtung her. Allein die Anfahrtskosten müssen dazu vom Verein getragen werden. "Wenn er uns sportlich nicht weiterhelfen kann, gibt es keinen Zwang, ihn einzusetzen", berichtet Weninger nach einer einstimmigen Mannschaftssitzung. Beim Japaner erhoffen sie sich jetzt insgeheim, bei einem Ausfall oder Formtief von Jaslovsky, Martin Guman, Marius Zaus oder Alexander Rattassep, den idealen Joker in der Hinterhand zu halten. 

Kevin Gudd Nordbayerische Nachrichten Forchheim und Ebermannstadt E-Mail

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