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„Der Kunstschnee hat eine dichtere Kristallstruktur als natürlicher Schnee, nämlich eine kugelförmige. Dadurch ist er kompakter und luftundurchlässiger. Der Schnee wird nicht so schnell sülzig beziehungsweise schmilzt. Das erspart kraftraubendes Fahren bei erhöhter Sturzgefahr.
Die alpinen Kunstschnee-Pisten sind allerdings vielfach extrem hart und eisig, die Skier sollten deshalb mit härterem Wachs gewachst werden. Es können bei geringerem Reibungswiderstand höhere Geschwindigkeiten erreicht werden, aber der Kanteneinsatz erfordert auch mehr Kraft. Weil zudem die Dämpfungswirkung des natürlichen Schnees fehlt, ist das Verletzungsrisiko auf schlecht präparierten Kunstpisten mit bremsenden Stellen höher.
Langlauf-Strecken im Wald können aufgrund ihrer Erreichbarkeit schwer künstlich beschneit werden. Es wird stattdessen Naturschnee oder andernorts vorproduzierter Kunstschnee mit Lastwagen angefahren. In der festgespurten Loipe gibt es zwischen den Schneearten kaum Unterschiede, beim Skaten aber wirkt sich wieder die Kompaktheit des Kunstschnees aus, der nicht so leicht zur Seite geschoben werden kann. Das Vorwärtskommen wird anstrengender.
Generell ist Kunstschnee aus ökologischer Sicht sehr bedenklich In den Alpen werden dafür jährlich rund 95 Millionen Kubikmeter Wasser benötigt. Dies entspricht in etwa dem Jahresverbrauch einer Stadt mit 1,5 Millionen Einwohnern.“

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