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Vom Triathlon zur Spitzen-Skibergsteigerin

Susi von Borstel über ihre neue Wettkampf-Leidenschaft - 21.02.2017 19:00 Uhr

Vom Triathlon zur Skibergsteigerin: Susi Zettl © Foto: privat


"Meine allerersten Schritte auf Skiern habe ich am Walberla gemacht. Durch die Familie hatte ich früh eine enge Verbindung zum Wintersport, war viel beim Langlauf und begeistere mich seit der Studienzeit in Kempten für Skibergsteigen. Daran fasziniert mich die Kombination aus Naturerlebnis und Training. Mit kurzen Tourenski samt Steigfellen und einer Bindung, in der die Fersen beweglich sind, geht es bergauf. Für die Abfahrt wird "abgefellt" und es geht durch den Tiefschnee wieder ins Tal. Meine Affinität zum Freiluft- und Ausdauersport konnte ich beim Triathlon ausleben. Das war nach der Uni, als ich in Forchheim gearbeitet und beim SSV eine unvergessliche Zeit hatte. Die Teilnahme 2007 beim Ironman auf Hawaii war der Höhepunkt. Die Berge ließen mich jedoch nicht los. Seit 2009 lebe ich in Sonthofen im Allgäu.

Mit den Bergen vor der Haustüre folgten diverse Bergläufe und eine Etappenfahrt mit dem Rennrad. Mit Bergsteigen, Hochtouren oder Mountainbiken halte ich mich fit. Im Winter bin ich am liebsten mit Skiern im unverspurten Gelände unterwegs. Nachdem mich das Wettkampffieber wieder gepackt hatte, habe ich mich ab Oktober auf die Saison im Skimountaineering vorbereitet, aber nicht jeden Tag durchgeplant. Gute 15 Stunden bin ich im Durchschnitt pro Woche durchaus unterwegs. Skimo als Wettkampfsport hat sich rasant entwickelt und professionalisiert. Bei den Frauen sind es knapp 30 Köpfe im regelmäßigen Zirkus, bei den Männern noch mehr. Wer ambitioniert ist, nimmt sich pro Tour mehr als 1000 Höhenmeter vor. Das hat nichts mehr mit Gemütlichkeit zu tun. Bei den nächsten Olympischen Spielen wird ein Vorführ-Rennen stattfinden. In Deutschland ist der Deutsche Alpenverein der ausrichtende Verband und es gibt ein Nationalteam, das an internationalen Meisterschaften teilnimmt. Toni Palzer ist herausragend. Führende Nationen sind außerdem Österreich, Italien, Frankreich und die Schweiz.

Die geläufigen Disziplinen sind "Vertical" und "Individual". Beim "Vertical" geht es ausschließlich bergauf, die Rennen sind mit rund einer halben Stunde relativ kurz.  Beim "Individual" geht es über längere Distanzen mit mehreren Anstiegen, Abfahrten und Tragepassagen durch freies Gelände. Wie beim Triathlon sind beim Wechsel die richtigen Handgriffe gefragt und eine Muskulatur, die mit der veränderten Belastung zurechtkommt."

 

gu

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