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Warum Sprung-Königin Knieschmerzen ausblendete

Nach verpasster DM-Medaille wird bei Jasmin Maxbauer von der LG Eckental ein Eingriff nötig - 31.07.2018 10:43 Uhr

Jasmin Maxbauer flog im Dreisprung bei der Deutschen Jugendmeisterschaft in Rostock am Finale vorbei. © LG Eckental/Barwitzki


Der Sprung in die nationale Spitze schien für die eigene Karriere nach zahlreichen Erfolgen in den Juniorinnen-Altersklassen vorgezeichnet. Wie fällt die Betrachtung auf ein Jahr 2018 aus, in dem die Entwicklung etwas stockte?

Jasmin Maxbauer: Natürlich wäre ich jetzt in Rostock gerne in beiden Feldern im Finale gelandet, trotzdem bin ich stolz auf meine Leistung und habe mit der Qualifikation mein Saison-Ziel erreicht. Alle Teilnehmer hatten mit wechselnden Winden zu kämpfen und mussten ihren Anlauf anpassen. Hätte ich im Hochsprung statt 1,70 Metern noch die nächste Stufe bei 1,75 erreicht, wäre es statt Platz 6 ein neuer persönlicher Rekord und der dritte Platz gewesen. Dass ich momentan beim Dreisprung nicht an meine 2016 aufgestellte Topmarke von über zwölf Metern herankomme (11,61 m bedeuteten Rang 12; d.Red.), hängt vielmehr mit Trainingsrückstand und meinen Knieproblemen zusammen. Beim Hochsprung springe ich mit meinem gesunden linken Bein ab, rechts fühlt es sich instabil an.

Die Beschwerden tauchten schon im Winter auf. Was sagt der Arzt?

Jasmin Maxbauer: Erst strahlten die Schmerzen von der Wade in die Kniekehle und deuteten auf einen Muskelfaserriss hin. Ich habe mich Ende Februar eine Woche komplett geschont und das Übungspensum mehr auf Kräftigung und Stabilisation umgestellt. Nachdem ich im Juni nochmal zur MRT-Untersuchung gegangen bin, wurde etwas am Meniskus gefunden. Wir haben entschieden, den Eingriff bis zum Saisonende zu verschieben.

Stolz präsentiert Jasmin Maxbauer ihre Urkunde. © Foto: LG Eckental


Früher wäre wohl der Position im Landeskader nicht zuträglich gewesen?

Jasmin Maxbauer: Naja ich hatte lange einfach die Hoffnung, dass es von selbst wieder wird und wusste, auch angeschlagen sind gute Platzierungen drin. Den Vereinskolleginnen wollte ich nicht zusehen müssen. Vom Verbands-Trainer bekam ich während der ganzen Zeit das Vertrauen ausgesprochen und Unterstützung durch einen alternativen Trainingsplan. Ich habe einige Veranstaltungen ausgelassen und dann bei einem speziellen Lehrgang in Eppingen die DM-Norm geschafft.

Wohin soll die Reise 2019 gehen?

Jasmin Maxbauer: Ich will mich definitiv erstmal komplett erholen und in der Halle nichts riskieren. Nächstes Jahr werde ich auch mein allgemeines Abitur ablegen und sehen, wo ich eventuell ein sportwissenschaftliches Studium mit dem Leistungssport vereinen kann. Wenn es klappt, möchte ich die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft bei der U23 angreifen. 

Kevin Gudd Nordbayerische Nachrichten Forchheim und Ebermannstadt E-Mail

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