Mittwoch, 26.09.2018

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Weilersbach: Neues Vereinsheim am Sportplatz?

Die Hochspannungsleitung könnte dem Plan der Räte im Weg stehen - 10.06.2018 17:29 Uhr

Das Areal um das Sportsvereinsgelände bietet sich für ein neues Vereinsheim an. Bei der rollenden Sitzung des Weilersbacher Gemeinderats diskutierten die Räte, wie sich das Vorhaben am besten realisieren lässt. © Foto: Pauline Lindner


Die Schützen signalisieren schon lange, dass sie ein Vereinsheim wollen; auch der Musikverein hat Platzbedarf für Proben und Nachwuchsschulung. Es bietet sich das Areal um das Sportvereinsgelände an. Es gehört der Gemeinde und ist im Erbbaurecht vergeben. Seitens des Sportvereins wurde vorgeschlagen, den vorhandenen C-Platz (60 x 40 Meter) unter der Hochspannungsleitung zu drehen, so dass im nördlichen Bereich eine ebene Fläche vorhanden wäre. Sie könnte von außen angefahren werden. Die Gemeinde würde die Zufahrt ausbauen und beleuchten.

Da der Tennisverein nur mehr zwei seiner drei Plätze benutzt, entstünde dort ausreichend Raum. Der Gemeinderat tendiert zu dieser Lösung. Einen Haken hat dieser Plan: Es muss erst genau abgefragt werden, welche Auflagen für das Bauen und Nutzen durch die Hochspannungsleitung bestehen.

Im Zuge des Kreisstraßenausbaus durch Weilersbach wurde auch das Bachbett am Ortsausgang Richtung Ampel erweitert. Ein Knackpunkt ist aber eine private Brücke, eine Hofzufahrt. Sie engt den Weilersbach um gut einen Meter ein. Damit staut sich das Wasser bei starkem Regen weit zurück. Ist derzeit wegen der Trockenheit der Bach nur ein schmales Rinnsal, führt er ganz andere Wassermengen nach Gewittern, wie die Spuren deutlich zeigen.

Nicht glücklich sind die Ratsmitglieder auch, dass die Abböschung von der Straße so steil erfolgen muss, weil Leitungen ein Verschieben des Bachbetts nach Westen kaum zulassen. Für die Ratsmehrheit ist es keine Lösung, dass die Straße deswegen ein Geländer zum Bach erhalten muss.

Etliche Weilersbacher backen ihr Brot noch selber. Am Backofen von Unterweilersbach herrschte am Samstag reger Betrieb. Anders in Oberweilersbach. Der gemeindeeigene Backofen in der Weißenbacher Straße muss von Grund auf erneuert werden. Dafür hat Weilersbach schon eine Förderzusage von 10 000 Euro. Sie deckt etwa die Hälfte der erwarteten Kosten ab. Ratsmitglied Helmut Stein, ein Baufachmann, warnte seine Kollegen, ob es nicht weitere Probleme geben wird, wenn das Dach abgedeckt ist. Bis Herbst soll die Sache angegangen werden.

Einem Ratsmitglied fiel beim Halt am Backofen auf, dass an der Einmündung der Weißenbacher Straße kein Schild steht, das auf die Tempo-30-Regelung auf diesem Teilstück der Hauptstraße hinweist. Die Weißenbacher Straße steht zur Erneuerung an. Dabei wird zeitweilig der untere Teil der Straße gesperrt sein. Die Anwohner von Oberweilersbach und Oberdorf werden Ausweichstrecken wählen müssen. Eine davon ist die schmale Ortsverbindungsstraße nach Reifenberg, die durch rutschgefährdetes Gelände führt.

Begrenzung auf 30 km/h

Die Stelle, an der die Straße deutlich verschoben ist, konnte durch Drainagen vor einigen Jahren etwas entschärft werden. Bleibt aber, wie es Bürgermeister Gerhard Amon (CSU) formulierte: eine Buckelpiste. Eine Gesamtsanierung der Straße käme auf mehr als eine halbe Million Euro. Das kann Weilersbach nicht stemmen. Deshalb überlegte das Ratsgremium, ob Teilstrecken neu asphaltiert werden sollten. Auf jeden Fall wird eine Beschränkung auf 30 Stundenkilometer ausgesprochen, wie dies auch der Kreis bei Straßenschäden handhabt.

Gegenüber vom Gasthaus Schnörrla in der Bamberger Straße gibt es eine große Baulücke. Entlang der Straße ist das Areal im Flächennutzungsplan als Wohnbaufläche ausgewiesen. Das Gelände, das tief in die Flur hineinreicht, wurde von einem Privatmann erworben. Er möchte die gesamte Fläche zu Bauland machen und sie mit Stichstraßen von der Kreisstraße aus erschließen. Dagegen sprach sich einstimmig der Rat aus. Nicht zuletzt deshalb, weil erst vor Kurzem mehrere Wohnbaugebiete in Planung gegangen sind. "Wir dürfen uns nicht verzetteln", betonte stellvertretender Bürgermeister Marco Friepes (CSU) und erinnerte an nie realisierte Planungen in Oberdorf. Dort hat die Kommune sogar schon die Abwasserleitungen verlegt, ehe das Projekt starb. 

PAULINE LINDNER

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