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„Für die Jugendlichen wird wieder ein breites Informationsspektrum angeboten“, erläutert Corinna Frühwald von der Wirtschaftsförderung des Landkreises bei der Vorstellung der 12. Ausbildungsmesse, die die Veranstaltung bereits das zehnte Mal koordiniert. Sie legt dann eine lange Liste von insgesamt 69 Firmen, Behörden und Schulen vor, die sich bei der Messe dem Nachwuchs präsentieren wollen. „Wir sind gut bestückt mit eingesessenen Firmen“, so Frühwald.
Auch Industrie und Handwerk sei gut vertreten, es gebe Informationen über Sicherheits- und Metallberufe, Versicherungen, Krankenkassen und eine Reihe von Schule stellen sich vor. Ein neu gestalteter, übersichtlicherer Lageplan weist den Besuchern den Weg durch die Ausstellung über die drei Etagen des großen Schulhauses. Im Mittelpunkt der Ausbildungsmesse stehen dieses Jahr Piasten, Wellpappe und Huhtamaki. Die drei Forchheimer Firmen organisieren gemeinsam das neue Highlight der Veranstaltung – einen dreiteiligen Wettbewerb, bei dem nebenbei und doch ganz praktisch drei nicht so bekannte, dennoch zukunftsweisende Ausbildungsberufe vorgestellt werden: Den Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik, den Maschinen- und Anlagenführer sowie den Packmitteltechnologen, wie Burkard Baumgärtner, Personalleiter bei Huhtamaki, ausführt.
Beim geplanten Wettbewerb, für den sich achte Klassen der Hauptschulen im Landkreis bereits bewerben konnten, treten drei Gruppen in drei Durchgängen in einer Art Packstraße gegeneinander an: In der ersten Disziplin müssen die Teilnehmer aus den bereit liegenden Zutaten „möglichst wohlschmeckende Pralinen kreieren“, erklärt Piasten-Personalleiterin Barbara Gradel. In der zweiten Disziplin geht es um Marketing, Vermarktungsstrategie und Verpackungsmöglichkeiten: Hier sollen die Schüler das Innenleben einer Schachtel fantasievoll gestalten, in der dann die Pralinen präsentiert werden.
Die dritte Gruppe müsse dann die Außengestaltung der Pralinenschachtel übernehmen. „Da dürfen sich die Jugendliche kreativ austoben“, sagt Gradel. Bei allen drei Disziplinen sei der Fantasie keine Grenzen gesetzt, das Bastel- und Dekorationsmaterial werde reichlich gestellt, die Zeit sei allerdings begrenzt: Pro Durchgang sind 45 Minuten vorgesehen. Eine sechsköpfige Jury aus Vertretern von Schulen und Firmen bewertet dann die Endprodukte.
Den Siegern winken attraktive Preise: Der Gewinner erhält 1000 Euro für die Klassenkasse, der Zweitplatzierte 300 Euro, für den Dritten gibt es 200 Euro, daneben werden noch Sonderpreise verteilt, zählt Barbara Gradel auf.
Die Personalleiterin ist gespannt, wie dieser Wettbewerb abläuft. Wichtig sei es, dass sich die Teilnehmer gut absprechen und die Arbeiten koordinieren. Um zu sehen, ob der Wettbewerb so überhaupt durchführbar ist, mussten die Auszubildenden von Piasten schon einmal einen Probelauf machen, verrät sie. „Beim ersten Durchlauf war es noch etwas chaotisch, beim zweiten Gang hat es schon super geklappt, da sind tolle Produkte entstanden“, erzählt Barbara Gradel. Außerdem hätten die Azubis einen riesigen Spaß gehabt.
Damit möglichst viele Messe-Besucher den Wettbewerb, der von 10.15 bis etwa 13.15 Uhr in der Aula läuft, gut verfolgen können, wird er per Video-Live-Übertragung auf zwei Bildschirme im Schulhaus gezeigt.
