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Wertstoffhöfe im Landkreis auf dem Prüfstand

Bürger können bald auch Metall und kleine Elektrogeräte abgeben - 20.05.2017 14:00 Uhr

Der Wertstoffhof in Forchheim-Nord: Die Höfe sind im ganzen Landkreis in verschiedene Kategorien eingeteilt, die festlegen, was dort jeweils abgegeben werden darf. © Edgar Pfrogner


30 Wertstoffhöfe hatte der Landkreis Forchheim noch vor zwei Jahren. Weil aber schon 2008 und 2010 Gelber Sack und Papiertonne eingeführt worden waren, wurden fünf geschlossen. Nun dieskutierten die Kreisräte im Umwelt- und Naturausschuss des Landkreises, ob sich weiter sparen lässt.

Die Verwaltung sah vor, den Abfall, den die Bürger bei den Höfen abliefern können, weiter zu beschränken. Allerdings verwies die Verwaltung darauf, dass eine erneute Änderung die Kosten nur minimal bei fünf Wertstoffhöfen reduziere. Zudem befürchtete das Abfallwirtschaftsamt dadurch „Missverständnis und Verwunderung auf Seiten der Bürger“, wie es in der Beschlussvorlage der Kreisräte heißt. Eine erneute Kritik der Bürger, wie einst 2015, sollte verhindert werden.

Ferner soll die Abgabe von Müll künftig nur dort eingeschränkt werden, wo es an Flächen für Container mangele. Bei kleineren Wertstoffhöfen hingegen sollen Bürger auch häufig vorkommende und unkomplizierte Wertstoffe abgeben können. Dazu zählen Metall, Papier, kleine Elektrogeräte, Haushaltsbatterien und Leichtverpackungen.
Bei Grüngut und Bauschutt bleibt es allerdings bei der Regelung von 2015. Damals waren die Wertstoffhöfe in Kategorien eingeteilt worden. Je nach Kategorie dürfen unterschiedliche Wertstoffe abgegeben werden. 

Weil Bauschutt-Container viel Platz brauchen,  können diese Abfälle weiterhin nur an bisher bekannten Wertstoffhöfen abgegeben werden. In Obertrubach will die Verwaltung auf Vorschlag von JB–Rat Stefan Lang noch einmal prüfen, ob der Platz für die Anlieferung für kleine Mengen Bauschutt ausreicht.

FDP-Rat Sebastian Körber, der 2015 noch für eine Reduzierung auf 14 Höfe warb, begrüßte es, dass es für den Bürger bei dem bekannten System bleibt. Wolfgang Fees (SPD) gab zu bedenken, „über die Kategorie eines Wertstoffhofes neu zu diskutieren“, sofern sich die Platzverhältnisse dort änderten. Die Ausschussmitglieder votierten einstimmig dafür.

Ebenfalls ohne Gegenstimme segneten die Kreisräte ab, den neuen Wertstoffhof in Langensendelbach zur Hälfte, mit geschätzten 100 000 Euro, zu finanzieren. Bevor tatsächlich Geld fließt, will der Kreis die Baupläne prüfen. Die Gemeinde hatte den vom Kreis betriebenen Hof an alter Stelle gekündigt. Das Grundstück soll veräußert werden, ein neuer und größerer Wertstoffhof auf dem Gelände des neuen Bauhofes entstehen. Das Areal befindet sich außerhalb des Ortes an der Baiersdorfer Straße in Richtung Baiersdorf.

Nach einem Beschluss des Umwelt- und Naturausschusses trägt der Landkreis die Hälfte der Kosten, wenn die Gemeinde einen vom Kreis betriebenen Wertstoffhof verlegt. Auch in Pretzfeld beteiligte sich der Kreis in der Vergangenheit zur Hälfte an den Kosten. Sollten sich diese Fälle häufen, will Landrat Hermann Ulm den Beschluss überprüfen.

  

Patrick Schroll

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