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Zone 30 in Thuisbrunn: Sicher Bier trinken

Wanderer auf dem Fünf-Seidla-Steig sollen geschützt werden - 02.02.2013 15:00 Uhr

THUISBRUNN  - Immer mehr Bierfreunde wandern auf dem „Fünf-Seidla-Steig“ und kommen so auch nach Thuisbrunn. Um die Wanderer zu schützen, hat der Stadtrat nun eine Zone-30-Regelung erlassen. Als es einst um die Sicherheit der Schüler ging, habe man nicht so schnell reagiert, kritisiert die SPD-Fraktion.

Fuß vom Gas: Auf den rot gekennzeichneten Straßen darf nur noch mit 30 Kilometer pro Stunde gefahren werden.
Fuß vom Gas: Auf den rot gekennzeichneten Straßen darf nur noch mit 30 Kilometer pro Stunde gefahren werden.
Foto: NN

Für Wanderer lohnt der Abstecher nach Thuisbrunn immer, das ist erst im November wieder bestätigt worden. Mit dem „European Beer Star“ in Gold zeichnete eine internationale Jury das Kellerpils der jungen Brauerei Elch-Bräu im Gasthof Seitz aus.

Die Wirtschaft liegt am Ende des „Fünf-Seidla-Steigs“, des Brauerei-Wanderwegs rund um Gräfenberg und Weißenohe. Und der erfreut sich jedes Jahr noch größerer Beliebtheit. Die Folge: viele Wanderer sind entlang der Straße nach Thuisbrunn unterwegs, von denen der ein oder andere „manchmal Probleme mit der Koordination der Gliedmaßen hat“, wie es der 2. Bürgermeister Hans-Jürgen Nekolla (SPD) formulierte. Den Antrag auf eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 50 auf 30 Kilometer pro Stunde hatte die 3. Bürgermeisterin Sylvia Hofmann, die selbst in Thuisbrunn wohnt, eingebracht.

Eine sinnvolle Maßnahme, urteilte auch ein Vertreter der zuständigen Polizei Ebermannstadt bei einem Ortstermin. Offen war bislang, ob südlich des Gasthofs Seitz (siehe Grafik) eine einfache Geschwindigkeitsbeschränkung oder eine Zone 30 eingerichtet werden sollte – letztere beinhaltet auch eine Rechts-vor-Links-Vorfahrtsregelung.

Für eine Zone 30, auf die auch viele Großstädte wie Nürnberg erfolgreich setzen, zeichnete sich schnell eine Mehrheit ab. Nur Alexander Schütz (Freie Wähler) und Bernd Horz (CSU) votierten dagegen. Die Verwaltung soll nun drei Zone-30-Schilder anschaffen und aufstellen.

Antrag, Ortstermin, Beschluss – zwar stimmte die SPD-Fraktion auch geschlossen für die Regelung, zeigte sich jedoch überrascht, wie schnell alles abgelaufen sei. „Das Tempo macht einen ja fast schwindelig“, so Hans-Jürgen Nekolla.

"Wahlkampf hat begonnen"

Als es vor gut dreieinhalb Jahren darum ging, auch in der Kasberger Straße zum Schutz der Schüler eine Geschwindigkeitsbegrenzung einzurichten, hätte es viel Zeit und einer Unterschriftenaktion bedurft. „Du warst damals einer der größten Bedenkenträger und heute schüttelst du die 30er-Regelung aus dem Ärmel“, griff SPD-Fraktionssprecher Ernst Seckendorf Bürgermeister Werner Wolf (Freie Wähler) an.

Das sei doch Vergangenheit, noch dazu stehe das Thema Kasberger Straße gar nicht auf der Tagesordnung, konterte der Gemeindechef. Damals sei es zudem um eine Kreisstraße gegangen, da sei eine Geschwindigkeitsbegrenzung deutlich schwieriger durchzusetzen. Den Angriff der SPD ordnete Wolf wie folgt ein: „Der Wahlkampf hat wohl begonnen.“ 

VON MANUEL KUGLER


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