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Frisches Geld für Schaeffler

Ziel ist die Tilgung der Verbindlichkeiten - Volle Auftragsbücher - 03.02. 10:57 Uhr

HERZOGENAURACH  - Der wegen der Continental-Übernahme hoch verschuldete Autozulieferer Schaeffler hat sich frisches Geld beschafft. In den USA und Europa seien Anleihen im Gesamtwert von rund zwei Milliarden Euro platziert worden, teilte Schaeffler am Freitag in Herzogenaurach mit.


Neues Kapital: Schaeffler will seine Schulden tilgen, die das Unternehmen im Zuge der Continental-Übernahme und der Finanzkrise 2008/2009 angehäuft hat.
Neues Kapital: Schaeffler will seine Schulden tilgen, die das Unternehmen im Zuge der Continental-Übernahme und der Finanzkrise 2008/2009 angehäuft hat.
Foto: dapd
Neues Kapital: Schaeffler will seine Schulden tilgen, die das Unternehmen im Zuge der Continental-Übernahme und der Finanzkrise 2008/2009 angehäuft hat.
Neues Kapital: Schaeffler will seine Schulden tilgen, die das Unternehmen im Zuge der Continental-Übernahme und der Finanzkrise 2008/2009 angehäuft hat.
Foto: dapd

Die Emission sei fünffach überzeichnet gewesen. Angesichts der großen Nachfrage sei das Volumen von ursprünglich einer Milliarde auf zwei Milliarden Euro verdoppelt worden. Begeben wurden jeweils zwei Euro- und zwei Dollar-Anleihen mit Laufzeiten von fünf und sieben Jahren. Die Verzinsung der Euro-Anleihen liegt bei 7,75 Prozent und 8,75 Prozent, die der Dollar-Tranchen bei 7,75 Prozent und 8,50 Prozent.

Das Geld will Schaeffler zur Tilgung seiner Verbindlichkeiten nutzen. Die Anleihen bezeichnete das Unternehmen deshalb als ersten Baustein eines Refinanzierungspakets, das Schaeffler Ende Januar zusammen mit seinen kreditgebenden Banken festgezurrt hatte. Der gesamte Kreditrahmen beläuft sich auf acht Milliarden Euro.

Bilderstrecke zum Thema
In der folgenden Bildergalerie werden die zwanzig beschäftigungsstärksten Unternehmen in der Region 2011 gezeigt. Insgesamt beläuft sich die Mitarbeiterzahl mit Stand Sommer 2011 auf 102 233 Beschäftigte, das sind etwa 2300 mehr als 2010. An der Spitze steht Siemens mit über 35.000 Mitarbeitern in Mittelfranken.

Das fränkische Familienunternehmen hatte sich beinahe an der Übernahme des niedersächsischen Autozulieferers Continental verschluckt, die mit dem Beginn der Finanzkrise 2008 zusammenfiel. 2009 stand die Zukunft des Unternehmens auf der Kippe, da die Branchenkrise das operative Geschäft stark belastet hatte und die Zinsen der für den Conti-Kauf notwendigen Kredite zu einem Milliardenverlust geführt hatten.

Inzwischen hat sich die Lage wieder beruhigt. Der Umsatz zog zuletzt stark an, die Auftragsbücher waren voll, und unter dem Strich stand ein Gewinn in dreistelliger Millionenhöhe.
  



dpa

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Zum Thema
Die Top 20 der Arbeitgeber der Region: Hier die Nummer 2.
Branche:
Automobilzulieferer, Wälzlagerhersteller
Sitz, Standort:
Herzogenaurach


Kurzbeschreibung:
Die Schaeffler Gruppe ist eines der größten deutschen Industrieunternehmen in Familienbesitz mit weltweit über 65.000 Mitarbeitern.
In Franken ist Schaeffler mit den beiden bekannten Marken FAG in Schweinfurt und INA in Herzogenaurach vertreten. Darüber hinaus befinden sich in der Metropolregion Werke in Höchstadt/Aisch, Gunzenhausen und Hirschaid.
Allein in Mittelfranken beschäftigt Schaeffler 9000 Menschen.
2008 übernahm Schaeffler Continental (und damit auch das Nürnberger Unternehmen Conti Temic). Seit 1.1.2012 ist Schaeffler eine Aktiengesellschaft.