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225 Scheiben für den Ronhof: Das Kleeblatt setzt auf Glas

Fürths neue Haupttribüne kommt jetzt äußerst transparent daher - 17.02.2017 08:00 Uhr

Maxi-Puzzle am Laubenweg: Von Montag bis Mittwoch hat es gedauert, bis die 225 Einzelscheiben platziert und befestigt waren, aus denen sich die Glasfront der neuen Haupttribüne am Laubenweg zusammensetzt.

Maxi-Puzzle am Laubenweg: Von Montag bis Mittwoch hat es gedauert, bis die 225 Einzelscheiben platziert und befestigt waren, aus denen sich die Glasfront der neuen Haupttribüne am Laubenweg zusammensetzt. © Foto: Hans-Joachim Winckler


Das sieht man nicht jeden Tag: Am langen Arm eines Krans und gehalten von großen Saugnäpfen schwebten von Montag bis Mittwoch am Laubenweg 225 Scheibenteile quasi durch die Luft, ehe Spezialisten sie zu einem großen Ganzen zusammenfügten. Eine stabile "Pfosten-Riegel-Fassade" hält das Riesenpuzzle in Position.

"Unseres Wissens nach ist keine Scheibe zu Bruch gegangen", meinte SpVgg-Sprecher Immanuel Kästlen auf Nachfrage. Die Wand, die auf 513 Quadratmetern Fläche Licht einlässt, wird ihr Erscheinungsbild noch ändern. Ein überdimensionales Kleeblatt als Teil der Tribünen-Fassade soll vormontiert werden.

Laut Kästlen sind die Handwerker zurzeit an allen Ecken und Enden des Neubaus zugange, vor allem Elektriker und Installateure. Strom-, Daten- und Wasserleitungen werden gerade verlegt und Toiletten eingebaut. Man könne die künftigen Räume gut erkennen, so Kästlen doch sei noch einiges zu tun.

Wie berichtet, hätte die neue Haupttribüne schon Anfang Februar in Betrieb gehen sollen, beim ersten Heimspiel der SpVgg gegen Hannover 96. Doch hatte ein Architektenwechsel beim Bauunternehmen vor mehreren Monaten die Arbeiten gebremst, die üblichen Verzögerungen bei größeren Bauprojekten kamen laut Kästlen hinzu. Vor diesem Hintergrund hält sich der Vereinssprecher bei der Frage nach dem nun anvisierten Eröffnungstermin bedeckt und lässt sich auch keine ungefähren Angaben entlocken.

Zusammen mit einer besseren Infrastruktur rund um den Ronhof soll die neue Haupttribüne 17,5 Millionen Euro kosten. Die Stadt bürgt dabei für 10,4 Millionen Euro, die die Betreibergesellschaft des Stadions, die Sportstätten Ronhof Fürth GmbH, an der zur Hälfte die SpVgg und zur Hälfte die infra beteiligt ist, an Krediten aufnehmen muss. Beim Spatenstich im April hatte Kleeblatt-Präsident Helmut Hack gesagt, der Verein lege mit dem Neubau "das Fundament für eine erfolgreiche Zukunft".

Die Haupttribüne soll Platz für Zuschauer, VIP-Räume, Logen, Mannschaftsbereiche und Gastronomie bieten, aber auch für Veranstaltungen und Feiern vermietet werden. In einem zweiten Bauabschnitt wird sie im Bereich des bisherigen VIP-Nord-Gebäudes bis zum Eck der Nordtribüne verlängert. 

Birgit Heidingsfelder

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