Mittwoch, 16.01.2019

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96,6 Millionen fürs Klinikum: Fürths OB überwältigt

Dank Finanzspritze des Freistaats: Neuer Hightech-OP- und Intensiv-Komplex - 14.07.2017 16:15 Uhr

Wo jetzt der Rettungshubschrauber landet, soll ab 2019 ein Hightech-OP- und Intensiv-Komplex gebaut werden. Der neue Landeplatz befindet sich dann auf dem Dach des Gebäudes. © Birgit Heidingsfelder


„So eine Riesensumme für eine einzige Stadt!“ OB Jung war beim Pressegespräch im  Klinikum anzumerken, dass er den  Geldregen aus München  noch immer nicht ganz fassen kann. „So eine Summe wurde in Fürth noch nie in einem Bauwerk verbaut!“
Wie berichtet, will der Freistaat 22 neue Bauvorhaben an bayerischen Kliniken fördern und gibt dafür 492 Millionen Euro aus. Fürth kassiert davon mit Abstand den größten Anteil. 

Jung wie auch  Klinikvorstand Peter Krappmann werteten die hohe Summe als Anerkennung, Vertrauensbeweis und als Auftrag, die Einrichtung und damit die Gesundheitsfürsorge für die Menschen in Fürth und der Region fit für die Zukunft zu machen. Jung  entwarf die Vision von einem „modernen, konkurrenzfähigen Zukunftsklinikum mit guten Bedingungen für Belegschaft und Patienten“.

Die große Modernisierung des Hauses, die Krappmann  im Januar 2016  anhand eines Strategiepapiers mit Maßnahmen bis zum Jahr 2030 in Aussicht gestellt hatte, kann somit ihren Anfang nehmen. Wie damals berichtet, geht es unter anderem darum, die Kapazitäten zu erweitern, das betrifft die Betten ebenso wie die OP-Säle. Nicht mehr Zeitgemäßes wie beispielsweise die Sanitärräume der Patientenzimmer sind zu modernisieren und allzu angejahrte Gebäudeteile abzureißen und durch neue zu ersetzen. Im Zuge all dieser Umstrukturierungen sollen dann auch gleich noch  Routen und Wege  im Gesamtkomplex neu organisiert werden.  Denn dass derzeit insbesondere auf der internen Hauptverkehrsachse Patienten im Bett von A nach B geschoben werden, dort aber zeitgleich auch Besucher und Servicekräfte mit Speisen und Medikamenten unterwegs sind, ist  Krappmann seit längerem ein Dorn im Auge. Es störe die  Intimsphäre.

Wie der Klinikchef nun betonte, soll die Sanierung bei laufendem Betrieb und gleichbleibender Bettenzahl über die Bühne gehen. Damit sich die Patienten möglichst wenig gestört werden, habe man deshalb beschlossen, mit einem Neubau auf dem Gelände des jetzigen Hubschrauberlandeplatzes zu beginnen. Dort soll zwischen  2019 und 2021 in einem ersten Bauabschnitt ein Hightech-OP-Intensiv-Komplex in die Höhe wachsen, der elf OP-Säle (bisher: sieben) beherbergt, „viel Technik“,  eine Intensivstation, eine normale Station und eine so genannte IMC-Station, wo Patienten liegen, die stärker überwacht, aber nicht beatmet werden müssen. Der neue Hubschrauberlandeplatz ist  auf dem Dach des Gebäudes vorgesehen 

Birgit Heidingsfelder

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