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Abschied: Flüchtlinge und Helfer verlassen das Höffner-Haus

Ungewöhnliche Notunterkunft schließt - Erinnerungen und ein letzter Rundgang - 04.03.2017 11:30 Uhr

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Einsatz für Flüchtlinge: Was die Helfer im Höffner-Haus berührt hat

Es war ein Provisorium bis zum Ende: Zwischen Bauzäunen und Planen lebten in den vergangenen zweieinhalb Jahren teils bis zu 800 Flüchtlinge im früheren Möbelhaus Höffner in Fürth. Jetzt wird die Unterkunft geschlossen. Helfer und Mitarbeiter haben erzählt, was ihnen in Erinnerung bleiben wird.


29 Asylsuchende wohnen noch zwischen den Bauzäunen und Planen, bis zum 10. März sollen auch sie ausgezogen sein. Nach zweieinhalb Jahren wird die Flüchtlingsunterkunft, in der im Herbst 2015 mehr als 800 Menschen lebten, nicht mehr gebraucht - weil viel weniger Asylsuchende in Deutschland ankommen und der Freistaat in den vergangenen Jahren zusätzliche Erstaufnahmeeinrichtungen geschaffen hat.

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Vor der Schließung: Rundgang durch die Flüchtlingsunterkunft im Höffner

Zweieinhalb Jahre lang diente das frühere Möbelhaus Höffner als Flüchtlingsunterkunft für bis zu 800 Menschen. Anfang März werden die verbliebenen Bewohner ausziehen, die Unterkunft wird nicht mehr gebraucht. Ein Rundgang durch den Komplex, in dem manche Asylsuchenden wenige Wochen, andere mehrere Monate zuhause waren.


Die ungewöhnliche Unterkunft hatte damals bundesweit Aufsehen erregt, ähnlich wie kurz vorher das Pfarrzentrum in Cadolzburg, das der katholische Dekan André Hermany in eine Herberge für jugendliche Flüchtlinge verwandelt hatte. Die Höffner-Immobilie hat inzwischen das Fürther Unternehmen P&P gekauft. Die ehrenamtlichen Helfer wurden vor kurzem bei einer Abschlussfeier von der Caritas und der Stadtspitze verabschiedet. Mit ihrem Einsatz haben sie dazu beigetragen, dass Fürth auch über die Region hinaus als ein Vorbild für Willkommenskultur wahrgenommen wurde. Mehrfach waren Sozialreferentin Elisabeth Reichert und Sozialamtschefin Michaela Vogelreuther zu Gast im ZDF-Morgenmagazin und in Günther Jauchs Talkrunde, um zu berichten, wie ihre Stadt die Herausforderung der Flüchtlingskrise bewältigte.

Stadt, Caritas und Ehrenamtliche hatten sehr schnell funktionierende Strukturen der Flüchtlingarbeit aufgebaut, die Spenden- und Hilfsbereitschaft der Bevölkerung in Stadt, Landkreis und Umgebung war enorm. Und eine sehr engagiert und professionell betriebene Internetplattform lieferte allen, die sich einbringen wollten, die nötigen Informationen und Hintergründe. Die Homepage hat sich bereits weiterentwickelt: Informationen für Flüchtlinge sind darauf zu finden und neue Möglichkeiten, Asylbewerbern bei der Integration zu helfen. Menschen, die sich engagieren, werden nämlich auch weiter gebraucht.

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Hoffnung im Gepäck: Erste Flüchtlinge ziehen in Fürther Höffner

Die Flüchtlingssituation in Bayern spitzt sich immer mehr zu, die Zentrale Aufnahmestelle in Zirndorf ist überfüllt. Auch deshalb entstand im ehemaligen Höffner in Fürth ein Ausweichlager für bis zu 300 Asylbewerber. Ein Blick in die Räumlichkeiten.


 

Claudia Ziob

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