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Aha-Effekt für mehr Sicherheit

ADAC-Aktion «Hallo Auto» schulte Kinder der Realschule Zirndorf praxisnah - 23.07.2009

Wie lange braucht das Auto, um zum Stehen zu kommen? So mancher Fünftklässler der Realschule Zirndorf musste die eigene Einschätzung im Praxistest revidieren. © Scherer


Auf Einladung des Ehrenvorsitzenden und Verkehrsreferenten des AMC Zirndorf, Ludwig Praml, machte die Verkehrsschule jetzt Station an Schulen der Bibertstadt. Dabei zeigte sich, dass so mancher Fünftklässler den Anhalteweg eines mit 50 Stundenkilometer fahrenden Autos zum Teil extrem unterschätzt.

Um ein ungefähres Gefühl für die doch recht lange Strecke bis zum Stillstand des Wagens zu bekommen, haben Dagmar Mayer und Alexander Wörz vom ADAC hinter der Realschule eine Straße komplett gesperrt. Schnell wird klar, dass der Anhalteweg aus dem Reaktions- und Bremsweg besteht. Gerade ersterer kann im ungünstigen Fall länger ausfallen als nötig. «Hierauf gilt es zu achten», gibt Wörz zu bedenken.

Zur besseren Veranschaulichung wird die Fahrbahn ordentlich gewässert, bevor die ADAC-Experten mit voller Kraft das Bremspedal durchtreten. Erst nach fast 30 Metern steht das silberne Schulungsauto. Und das ist noch der Idealfall. So manchem Schüler ist angesichts dieser Demonstration die Verwunderung ins Gesicht geschrieben. «In Zukunft werde ich sicher besser aufpassen», lautet dann auch der feste Vorsatz, den ein Junge tief beeindruckt formuliert.

Einen weiteren «Aha-Effekt» verursacht Dagmar Mayer bei einer Vollbremsung mit geradezu läppischer Schrittgeschwindigkeit. Ohne Gurt könnte keiner der im Auto mitfahrenden Schüler aus eigener Kraft der immensen Wucht der Verzögerung Paroli bieten. «Schwere Verletzungen sind ohne Gurt vorprogrammiert», gibt Wörz den Schülern nach 90 Minuten Verkehrserziehung mit auf den Weg. 

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