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Ammerndorfer legen Abrechnungsspielregeln fest

Die Verwaltung will mit Fingerspitzengefühl vorgehen — Bürger können auch Ratenzahlungen vereinbaren - 06.05.2017 06:00 Uhr

Auf die Anwohner von Bergstraße (im Bild), Gartenstraße und Am Weinberg kommen Sanierungskosten zu. © Oliver Barthelmes


Bürgermeister Alexander Fritz wird in den kommenden Wochen eine Informationsveranstaltung für die Anlieger einberufen. Vor allem die SPD hatte im vollbesetzten Sitzungsraum im Bürgerhaus noch offene Fragen, etwa ob der evangelische Kindergarten wegen des erhöhten Verkehrs als gleichrangiger Anlieger gelte.

Grundsätzlich wurden für die Fälligkeiten der Raten halbjährige Zahlungsziele zum 30. Juni und 31. Dezember festgelegt, die Verwaltung hatte zunächst viermonatige Schritte vorgeschlagen. Weiter sind für Beträge bis 5000 Euro zwei Raten, bis 10 000 Euro vier Raten und schließlich bei noch höheren Beträgen acht Raten möglich.

Ausnahmen sind möglich

Aber: Auf Antrag sind Änderungen denkbar, die Entscheidung darüber steht im Ermessen der Verwaltung. Zudem darf Bürgermeister Fritz auch über Beiträge jenseits seiner Kompetenz bis 6000 Euro verhandeln und muss somit etwaige Einzelfälle nicht in nicht-öffentlichen Sitzungen mit dem Gremium ausdiskutieren.

Fest steht auch, dass die Quadratmeterzahl der Grundstücke mit einem zweigeschossigen Gebäude mit dem Faktor 1,3 und dreigeschossigen Bauten mit 1,6 multipliziert werden müssen.

Die Kosten im Einzelnen: Für die Sanierung der Bergstraße liefen Gesamtkosten von gut 664 000 Euro auf, nach Abzug der ersparten Aufwendungen (gilt für alle drei Straßen), etwa durch Kanalsanierungen, sind rund 285 000 Euro auf die Bürger umzulegen. Diese beinhalten unter anderem die Ausgaben für den Straßenbau, Gehwege, Parkplätze und Bepflanzungen.

Da die Bergstraße als Haupterschließungsstraße zählt, sind die Bürger rein beim Straßenbau (405 000 Euro) lediglich mit 40 statt 60 Prozent heranzuziehen. Bei einer Gesamtfläche (inkl. Faktoren) von 21 471 Quadratmeter ergibt dies einen Beitrag von 13,25 Euro pro Quadratmeter.

Lediglich als Anliegerstraße eingestuft sind hingegen die Gartenstraße und Am Weinberg, so dass die Bürger hier rein beim Straßenbau mit 60 Prozent heranzuziehen sind. Für die Straße Am Weinberg fielen Gesamtkosten von rund 91 000 Euro an, auf die Bürger entfallen dabei knapp 49 000 Euro. Bei einer Gesamtfläche von 1896 Quadratmetern wird somit ein Beitrag von 25,90 Euro pro Quadratmeter fällig. Rund 138 000 Euro kosteten die Maßnahmen in der Gartenstraße, davon sind gut 72 000 Euro auf die Anlieger umzulegen. Der Beitrag für die Gesamtfläche von 5527 Quadratmeter beläuft sich in diesem Fall auf 13,07 Euro pro Quadratmeter. 

OLIVER BARTHELMES

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