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Ämter-Fusion ohne Reibungspunkte

Städtische Umweltplanung wurde problemlos in das Ordnungsamt integriert - 19.08.2012 10:00 Uhr

FÜRTH  - Seit 1. Juli verfügt die Kommune über eine neue Behörde: das Amt für Umwelt, Ordnung und Verbraucherschutz. Hervorgegangen aus der Fusion des Ordnungsamtes mit der städtischen Umweltplanung soll sie zur Kosteneinsparung beitragen. Die ersten Erfahrungen von Amtsleiter Hans-Peter Kürzdörfer sind rundum positiv.

Da geht’s lang: Amtsleiter Hans-Peter Kürzdörfer (rechts) und Stellvertreter Jürgen Tölk mit einem Banner der fusionierten Behörde. Ein Hinweisschild gibt es im Ämtergebäude Süd an der Schwabacher Straße noch nicht.
Da geht’s lang: Amtsleiter Hans-Peter Kürzdörfer (rechts) und Stellvertreter Jürgen Tölk mit einem Banner der fusionierten Behörde. Ein Hinweisschild gibt es im Ämtergebäude Süd an der Schwabacher Straße noch nicht.
Foto: Horst Linke
Da geht’s lang: Amtsleiter Hans-Peter Kürzdörfer (rechts) und Stellvertreter Jürgen Tölk mit einem Banner der fusionierten Behörde. Ein Hinweisschild gibt es im Ämtergebäude Süd an der Schwabacher Straße noch nicht.
Da geht’s lang: Amtsleiter Hans-Peter Kürzdörfer (rechts) und Stellvertreter Jürgen Tölk mit einem Banner der fusionierten Behörde. Ein Hinweisschild gibt es im Ämtergebäude Süd an der Schwabacher Straße noch nicht.
Foto: Horst Linke

Dass die Kräfte im Umweltbereich nun in einem Amt gebündelt sind, sieht Kürzdörfer als wesentlichste Verbesserung an. Bislang war zum Beispiel die Altlastenproblematik auf Umweltplanung (Deponien) und Ordnungsamt (Industriestandorte) aufgeteilt. Wenig sinnvoll, wie der Behördenleiter meint.

Effizienter als bisher könne auch für den Naturschutz gearbeitet werden. So überwache die von Jürgen Tölk geleitete Umweltabteilung nicht nur das Einhalten der Baumschutzverordnung, sondern plane auch neue Grünzonen — etwa in Form ökologischer Ausgleichsflächen, die bei Bebauung zur Kompensation von Eingriffen in die Natur gefordert werden. Kritiker, wie Gisela Hirth vom Fürther Bündnis Atomausstieg, fürchten jedoch um die Dynamik der Energiewende vor Ort. Dazu sei ein Ausbau der Umweltplanung nötig.


Der Forderung wird in Kürzdörfers Augen bereits Rechnung getragen: Mit dem Engagement einer Halbtagskraft zum Koordinieren der städtischen Klimaschutz-Bemühungen. Angesichts der kommunalen Sparzwänge sei diese Stellenschaffung ein wirklich bemerkenswerter Vorgang. Allerdings dürfe man keine Wunder erwarten, denn die Aufbauphase sei noch voll im Gange.

„Wir müssen uns erst neu sortieren“, sagt Kürzdörfer, der seit 1978 im Fürther Ordnungsamt seinen Mann steht. Neue Mitarbeiter und neue Ziele müssen in der nun rund 60 Mitarbeiter zählenden Behörde ihren Platz finden. In sechs Wochen soll der Umzug der Umweltplanung ins Ämtergebäude Süd abgeschlossen sein. Die starke Zunahme der Aufgaben im Umweltbereich in den letzten Jahren spiegele sich in der neuen Amtsstruktur wider.

Verselbstständigt hat sich bei der Fusion die bislang bei der Umweltplanung angesiedelte kommunale Abfallwirtschaft. Sie firmiert nun als eigenes Amt, das von der bisherigen Abteilungsleiterin Susanne Grünbaum geleitet wird und über 78 Mitarbeiter verfügt. Unterstellt sind beide Behörden dem Rechtsreferenten Christoph Maier. Auch Grünbaum sieht die Neuorganisation als Gewinn an. Durch Wegfall einer Führungsebene könne sie nun leichter Entscheidungen treffen. Und das wiederum sei ganz im Interesse einer effizienten Abfallwirtschaft. 

VOLKER DITTMAR


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