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Azzouzi verlässt die SpVgg

Manager geht zum Zweitligisten FC St. Pauli - 25.05.2012 15:45 Uhr

FÜRTH  - Kleeblatt-Manager Rachid Azzouzi verlässt die SpVgg Greuther Fürth. Der 41-Jährige wird Sportchef beim FC St. Pauli. Beim Hamburger Zweitligisten erhält Azzouzi einen ab Sommer gültigen Vier-Jahres-Vertrag.

Die Macher: Präsident Helmut Hack und Manager Rachid Azzouzi bei der großen Aufstiegsfeier vor dem Fürther Rathaus.
Die Macher: Präsident Helmut Hack und Manager Rachid Azzouzi bei der großen Aufstiegsfeier vor dem Fürther Rathaus.
Foto: Wolfgang Zink
Die Macher: Präsident Helmut Hack und Manager Rachid Azzouzi bei der großen Aufstiegsfeier vor dem Fürther Rathaus.
Die Macher: Präsident Helmut Hack und Manager Rachid Azzouzi bei der großen Aufstiegsfeier vor dem Fürther Rathaus.
Foto: Wolfgang Zink

Das teilte die SpVgg am Freitagnachmittag in einer Presseerklärung mit. Darin heißt es, dass der Entscheidung des bisherigen Managers "zahlreiche Gespräche" vorausgegangen waren, "in denen die SpVgg klar gemacht hat, dass man gemeinsam mit Azzouzi in die Erstliga-Saison gehen wollte".

Es wird betont, dass die Verantwortlichen die Entscheidung des früheren Kleeblatt-Profis "natürlich respektieren", "bei der neuen Aufgabe noch mehr Verantwortung zu übernehmen und einen Schritt in seiner Karriere-Entwicklung zu machen". SpVgg-Präsident Helmut Hack sagt: "Rachid und ich haben in den letzten Jahren sehr vertrauensvoll zusammengearbeitet. Wir hätten ihn sehr gerne als Manager gehalten, denn er war für die Entwicklung unseres Vereins und für den gemeinsamen Aufstieg von großer Wichtigkeit."


Als Aktiver hatte Azzouzi zwei Mal für Marokko an Weltmeisterschaften teilgenommen und zwischen 1997 und 2004 insgesamt 169 Zweitliga-Spiele für die SpVgg bestritten. Nach dem Ende der Karriere wurde Azzouzi zunächst Team-Manager und später Manager beim fränkischen Traditionsverein.

Rachid Azzouzi richtet sich in der Presseerklärung mit dankenden Worten auch an die Fans:  "Ich möchte mich für 15 schöne, lehrreiche und erfolgreiche Jahre bei der SpVgg bedanken. Mein Dank gilt den Fans, Trainern, Mitarbeitern und natürlich den Spielern. Besonders hervorzuheben ist das sehr gute Verhältnis und das Vertrauen, das mir Präsident Helmut Hack in all den Jahren auch nach Ende meiner Spieler-Karriere als Spieler entgegengebracht hat. Für mich ging es nach der Erfüllung unseres Traumes mit dem Bundesliga-Aufstieg darum, abzuwägen, wie der nächste Schritt in meiner persönlichen Entwicklung aussehen kann. Freue mich auf die neue Aufgabe und hoffe, die SpVgg bald wieder in Liga eins zu treffen."

"Unser Wunschkandidat"

Auf der Homepage des FC St. Pauli sagt Azzouzi: "Es war keine einfache Entscheidung, weil man ein Stück zurücklässt". Beim Kiez-Klub wird er Nachfolger von Helmut Schulte, von dem sich der Klub am 15. Mai in beiderseitigem Einvernehmen getrennt hatte.  „Mit Rachid Azzouzi konnten wir unseren Wunschkandidaten für die Position des Sportchefs für uns gewinnen. Bei Greuther Fürth hat Rachid fantastische Arbeit geleistet und wertvolle Erfahrungen
gesammelt“, sagte St. Paulis Präsident Stefan Orth.

Azzouzi freut sich  „auf die fantastischen Fans und den
fantastischen Verein. Ich hoffe mit dazu beizutragen, den Verein
weiter voranzubringen.“

Erst vor kurzem hat Trainer Mike Büskens sich entschieden, bei der SpVgg zu bleiben und seinen Vertrag zu verlängern. 

fn/dpa


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Gründungsdatum:
23.09.1903
Mitgliederzahl:
2550


Kurzbeschreibung:
Die Spielvereinigung Greuther Fürth feierte als Fußballverein ihre größten Erfolge in der Vereinsgeschichte mit drei deutschen Meistertiteln in den Jahren 1914, 1926 und 1929 als SpVgg Fürth. Nach dem 2. Weltkrieg konnte die Spielvereinigung jedoch nie wieder an die großen Erfolge anknüpfen und sich folglich auch nicht für die 1963 gegründete Bundesliga qualifizieren.
Mit dem Sturz bis in die Landesliga versank der Traditionsverein in den 80er Jahren endgültig in der Bedeutungslosigkeit. Aufwärts ging es erst wieder 1994, als die Qualifikation für die neu gegründete Regionalliga gelang. Zwei Jahre später trat die Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth der SpVgg bei. Seitdem gehören die Geldsorgen der Vergangengeit an, der traditionsreiche Name SpVgg Fürth wurde durch den Zusatz Greuther ergänzt.
Seit 1997 spielte die Spielvereinigung ununterbrochen in der 2. Bundesliga, bis im Mai 2012 endlich der ersehnte Aufstieg in die Bundesliga gelang. Dort allerdings blieb der Erfolg aus, so dass Fürth in der Saison 2013/2014 wieder im Unterhaus antreten muss. Seine Heimspiele trägt der Verein, der im Volksmund "Kleeblatt" genannt wird, dann wie gewoht im altehrwürdigen Ronhof aus. Ein geplanter Stadionneubau am Rhein-Main-Donaukanal hat sich Ende 2012 zerschlagen.


Deutscher Meister: 1914, 1926, 1929


Der Kleeblatt-Kader in der Saison 2012/13
Galerie Kader SpVgg Greuther Fuerth 2012/13