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Doch bevor sie mit den Aufbauarbeiten im Spritzenhaus beginnen konnten, wurde erst einmal im Rathaus die eine oder andere Schweißperle vergossen. Einigen kritischen Fragen musste sich die vierköpfige Delegation der Kärwaburschen stellen, ehe sie die mehrheitliche Zustimmung für ihr Vorhaben erhielt.
Besonders das recht spontan entwickelte Brandschutzkonzept brachte den jungen Barbetreibern so manchen skeptischen Blick ein. Besonders am Herzen lag den Gemeinderäten zudem der Schutz der teuren Ausrüstung, die nicht vollständig in anderen Räumen verstaut werden kann. Diese Bedenken taten die Burschen — nicht wenige von ihnen selbst bei der Feuerwehr aktiv — aber erwartungsgemäß gelassen ab.
Durch die Anordnung von Bartresen und DJ-Pult soll den Besuchern der Zugang zum Feuerwehr-Equipment erst gar nicht ermöglicht werden. Zudem wird diese am Abend der Veranstaltung mit Planen abgehängt. Das Feuerwehrauto wird dann die Nacht über umgeparkt und die sanitären Anforderungen erfüllt ein Toilettenhäuschen.
Dennoch blieb so mancher Zweifel, was auch die Uneinigkeit der Gemeinderäte bei der Abstimmung zeigte. „Für heuer machen wir eine einmalige Ausnahme und nächstes Jahr plant ihr dann vielleicht lieber eine Beachparty etwas außerhalb der Ortschaft“, riet Bürgermeister Leonhard Eder den jungen Leuten. Schließlich dient der Barbetrieb nicht nur der guten Laune – es soll dabei auch etwas Geld in die leeren Kassen der Burschen und Madli gespült werden. Deshalb heißt es für sie nun, tatkräftig loszulegen. Denn um zwei Uhr nachts ist Zapfenstreich für die Bar.
Neben den Kärwaplanungen standen aber auch noch andere Punkte auf der Tagesordnung. So wurde beispielsweise der Auftrag für die noch ausstehende, großflächige Gehwegsanierung im Ortszentrum vergeben. Für Kosten in Höhe von 140000 Euro – rund 40000 weniger als kalkuliert – ging der Zuschlag an eine Firma aus Bamberg.
Außerdem wird im Rathaus überlegt, die Gemeindefahrzeuge mit dem moderneren Digitalfunk auszustatten. Die zu erwartenden Kosten schwanken jedoch stark, die Schätzungen belaufen sich auf Summen zwischen 10000 und 80000 Euro. Demgegenüber kann die Gemeinde aber auch mit einer bis zu 80-prozentigen Förderung rechnen. Der endgültige Beschluss soll in einer der nächsten Sitzungen fallen.




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