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Barthel war wieder kein Wasser zu wild

Erfolgreiches „Heimspiel“ für die SG Nürnberg-Fürth 83 beim 29. Fürther Kanuslalom - 01.08.2012 11:30 Uhr

Bayerischer Meister und Zweiter mit der 83er-Herrenmannschaft: Friedemann Barthel trotzte voller Siegeswillen den Rednitzfluten.

Bayerischer Meister und Zweiter mit der 83er-Herrenmannschaft: Friedemann Barthel trotzte voller Siegeswillen den Rednitzfluten. © Thomas Scherer


Einer geht auf das ohnehin schon gut gefüllte Titelkonto von Friedemann Barthel, der in dieser Saison erstmals für die SG 83 startete. Trotz gesundheitlicher Schwierigkeiten setzte er sich bei den Kajak-Herren gegen 14 Konkurrenten durch. Der 30-jährige Kanute stammt aus Thüringen, wo er im zarten Alter von sechs Jahren beim SV Schott-Jena den Grundstein für seine späteren Erfolge legte. Unter anderem wurde er zweifacher deutscher Meister sowie Vize-Europameister der U23-Herren, bevor er 2004 beschloss, zugunsten eines Lehramtstudiums künftig etwas kürzerzupaddeln.

Seit drei Jahren unterrichtet Barthel nun am Nürnberger Martin-Behaim-Gymnasium. Er selbst fühlt sich in seinem neuen Verein pudelwohl, lobt den „netten Empfang“ und die „gute Herrenmannschaft“, mit der er am Wochenende den zweiten Platz belegte. Die weiteren Ziele? Zum einen hat Barthel den Deutschland-Cup — eine bundesweite Wettkampfserie — im Auge, zum anderen natürlich die deutschen Meisterschaften in Hohenlimburg. Hier will der Kanute „unter die ersten 15“ kommen, nachdem er im vergangenen Jahr auf den 20. Platz paddelte. Um im entscheidenden Moment in der richtigen Form zu sein, dürfte ihm auch das „sehr gute Wasser“, wie er den vereinseigenen Wildwasserparcours an der Rednitz beschreibt, helfen.

Knapp 150 Starterinnen und Starter im Alter zwischen neun und 60 Jahren waren dabei, lediglich die Spitzensportler aus Augsburg fehlten, weil sie sich aktuell auf höherklassige Wettkämpfe konzentrieren. An packenden Duellen mangelte es deswegen jedoch nicht, im Gegenteil: In der Juniorinnen-Klasse lieferten sich Rebecca Plonka und Maria Wiesner, beide von der SG 83, ein Kopf-an-Kopf-Rennen, am Ende war die frisch aus den USA zurückgekehrte Vize-Weltmeisterin Plonka um gerade einmal 0,75 Sekunden schneller.

Wer von den beiden den Bayerntitel nach Franken holen darf, wird der entscheidende Lauf in München zeigen, da Wiesner zuvor in Rosenheim gesiegt hatte. Im Schüler- und Jugendbereich werden nämlich die bayerischen Meisterschaften in drei beziehungsweise fünf Läufen ausgetragen.

Fest steht dagegen, dass die 19-jährigen SG-Kanuten Paul Fitzthum und Martin Brinkhaus bayerische Meister im Canadier-Herrenzweier sind. Fitzthum durfte sich zusätzlich über den Bayerntitel im Canadier-Einzel freuen.

  

MAX SÖLLNER

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