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Zu diesem Schluss kam die Polizei nach einer kriminaltechnischen Untersuchung der Schnittstellen. Die Japansäge ist eine Handsäge, gewissermaßen das Gegenstück zum in Europa verbreiteten Fuchsschwanz. Die Besonderheit: Sie macht sehr feine Schnitte, der Nutzer muss sehr wenig Kraft aufwenden. „Damit kann man einen jungen Baum innerhalb weniger Sekunden ansägen“, sagt Polizeisprecher Michael Sporrer.
Wie berichtet, wurden in den vergangenen Wochen an drei Orten junge Bäume entdeckt, die ein Unbekannter zwar nicht durch-, aber kräftig angesägt hatte: in Fürth an der Siebenbogenbrücke, bei Ammerndorf sowie auf Steiner Stadtgebiet. Die rund 60 Bäume sind derart beschädigt, dass sie entfernt werden müssen. Der Schaden beläuft sich auf 60000 Euro.
Hinzu kommen weitere 20 Exemplare, die schon im November bei Abenberg im Landkreis Roth malträtiert worden waren. Laut Sporrer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es sich in allen Fällen um denselben Täter handelt, „relativ hoch“. Die Schnittmuster sind gleich, die Stämme wurden nie komplett durchgesägt, außerdem standen alle Bäume entlang oder nahe von Fuß- und Radwegen.
Sporrer zufolge glaubt die Polizei dennoch nicht, dass es der Täter darauf anlegt, mit Hilfe der Bäume Menschen zu verletzen: „Dafür sind ihre Kronen nicht groß genug.“ Was den Mann oder die Frau stattdessen umtreibt, darauf kann sich niemand einen Reim machen. Zwar wurden die Schäden in Stadt und Landkreis Fürth wegen der dünnen Schnitte erst im Januar entdeckt. Laut Polizei könnte die Tatzeit aber bereits Anfang Dezember gewesen sein.
Um den Spuk aufzuklären, arbeiten die Inspektionen Fürth, Zirndorf, Stein und Roth Hand in Hand. Eine Sonderstelle im Polizeipräsidium koordiniert die Ermittlungen. Die Polizei sucht dringend Zeugen.
Mi. 23.05.12
Di. 22.05.12
Mi. 11.04.12
Do. 01.03.12
Mi. 29.02.12