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In der ausgebrannten Wohnung mit 190 Quadratmetern, die einst von den Betreibern des benachbarten Camera-Kinos und danach vom Leiter der früher im Erdgeschoss angesiedelten Sparkassenfiliale genutzt wurde, lebt eine Familie mit sieben Kindern und elf Katzen. Wegen Zahlungsrückständen hatte die infra in der Vergangenheit wiederholt den Strom abgestellt, ohne den die separate Gasheizung nicht funktioniert. Zuletzt vom 23. Januar bis 6. Februar. Die Vermutung von Hausverwalter Claus Merk, dass der Brand vom unsachgemäßen Umgang mit einer Campinggasheizung ausgelöst worden sei, hat sich allerdings nicht bestätigt. Zwei Gasflaschen in der Küche blieben zum Glück von den Flammen verschont.
Nachbarn hatten sich nach Angaben des Hausverwalters darum gekümmert, dass die Kinder in Sicherheit kamen, während die Mutter den Tod von vier Katzen betrauerte. Dem Fürther Sozialamt sind die Probleme der Familie bekannt, um die sich auch das städtische Jugendamt kümmert. „Ich bin froh, dass es so glimpflich abgelaufen ist“, sagt Sozialamtsleiterin Michaela Vogelreuther.
Wie berichtet, gab es bei dem Großbrand am vergangenen Samstag um 13 Uhr keine Schwerverletzten. Sieben Personen mussten wegen Rauchvergiftung behandelt werden. Die Höhe des Sachschadens schätzt die Polizei auf mehrere 10.000 Euro.
Weil die infra nach dem Brand sicherheitshalber Gas, Wasser und Strom abgedreht hat, kann das Gebäude vorübergehend nicht bewohnt werden. Lob erhielt das Sozialamt dafür, dass kurzfristig Notquartiere für die ausgebrannten Mieter im NH-Hotel an der Königstraße bereitgestellt werden konnten.
Das 100 Jahre alte Wohnhaus für zwölf Mietparteien kann laut Merk mit Ausnahme der ausgebrannten Wohnung im ersten Stock möglicherweise schon am Dienstagabend wieder bezogen werden. Voraussetzung für die Freigabe der Gaszufuhr ist eine Dichtigkeitsprüfung der Leitungen.




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