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Breitscheidstraße: Das Feilen geht weiter

Nachbesserungen reichen nicht - Keiner möchte sich auf einen Zeitrahmen festlegen - 03.10.2012 10:00 Uhr

Inzwischen steht fest: Es wird nur noch am Entwurf von Weis & Volkmann weitergetüftelt. Auch eine erste Überarbeitung mit einem weniger hohen Turm als auf dieser Darstellung fand jedoch noch nicht den vollen Zuspruch der Juroren.Repro: FN


Immerhin hat sich die Jury des Architekten-Workshops am Freitag einmütig darauf verständigt, dass man den weiteren Weg allein mit dem Leipziger Büro Weis & Volkmann gehen will. Die deutlich expressivere Variante der Konkurrenten von Gewers & Pudewill aus Berlin ist dagegen aus dem Rennen.

Wie berichtet, hatten beide Architekturschmieden mit ihren Vorschlägen unter den fünf eingeladenen Büros am meisten punkten können — doch keiner der Entwürfe für die Neubauten an Stelle von Park-Hotel und Fiedler-Haus hatte die Preisrichter ganz zufriedengestellt.

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Die Entwürfe für Fürths Einkaufsschwerpunkt

Von allem ist ein bisschen dabei: Eher nüchterne Zweckarchitektur, Expressiv-Mutiges, und auch Glas-Stahl-Ästhetik findet sich unter den Entwürfen für den Einkaufsschwerpunkt an der Rudolf-Breitscheid-Straße, die nun öffentlich zu sehen sind. So recht zufrieden sind die Fachleute mit den bisherigen Vorschlägen jedoch nicht. Deshalb wird nachgebessert.




Deshalb bekamen sie eine „Nachfrist“, um ihre Vorstellungen zu überdenken. Das Resultat reichte zwar, um das Pendel endgültig in Richtung der Favoriten Weis & Volkmann ausschlagen zu lassen. Doch noch immer sei man mit dem Entwurf nicht wirklich glücklich, sagt Wolfgang Janowiak, der den Architekten-Wettstreit für MIB organisiert hat.

Deshalb geht das Feilen in die nächste Runde: Weis & Volkmann werden sich mit dem „Masterplaner“, MIB-Architekt James Craven, „als Team“, so Janowiak im Gespräch mit den FN, an einen Tisch setzen und weiter tüfteln. Erklärtes Ziel: den Entwurf so zu gestalten, dass er der Vorgabe von MIB entspricht, Akzente zu setzen und sich doch möglichst organisch ins historische Fürther Stadtbild einzufügen.

Wie das zu bewerkstelligen ist, werde „noch detaillierterer und intensiverer Überlegungen bedürfen“, meint Janowiak. Das klingt nach einigem Aufwand — und dass sich einstweilen niemand mehr auf einen konkreten Zeitrahmen festlegen möchte, lässt die Komplexität erahnen. Innerhalb der „nächsten Wochen“, glaubt Janowiak aber, werde man ein Endergebnis präsentieren können.

Im Entwurf von Weis & Volkmann hatte den Juroren vor allem der relativ große Turm missfallen, der an der Ecke zur Freiheit vorgesehen war. Dieser sei zwar inzwischen wunschgemäß eingedampft worden, doch die Juroren sehen sowohl bei der Fassade als auch beim Bauvolumen noch Optimierungsbedarf. Alarmiert haben dürfte sie auch die verblüffend einmütige Kritik aus der Bevölkerung: Als nichtssagend und austauschbar empfanden viele die Entwürfe, wie Online-Kommentaren nach der Veröffentlichung in den FN zu entnehmen war. Workshop-Organisator Janowiak indes hat mit einer „lebhaften Diskussion“ gerechnet und begrüßt sie nach eigenen Worten sogar. „Es ist gut, dass so viel öffentliches Interesse da ist — das ist doch besser als gar keines.“

  

WOLFGANG HÄNDEL

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