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Britische Blues-Frauenpower in der Kofferfabrik

Intensiv, dramatisch, ausdrucksstark: Dani Wilde langte kraftvoll hin - 12.04.2017 15:00 Uhr

Drei Alben und immer wieder Hits, die es in den Blues-Charts nach oben schaffen: Dani Wilde, hier beim Einsatz in Fürth, weiß, wie man „Erfolg“ buchstabiert.

Drei Alben und immer wieder Hits, die es in den Blues-Charts nach oben schaffen: Dani Wilde, hier beim Einsatz in Fürth, weiß, wie man „Erfolg“ buchstabiert. © Foto: Romir


Dass Franken eine ausgesprochene Blues-Region ist, wissen wir. Doch meist sind es ja kernige Kerle, die kräftig in die Saiten greifen, um Liebeskummer und sonstige Sorgen musikalisch zu verarbeiten. Umso abwechslungsreicher, wenn mal eine junge Dame auf der Bühne der Kofferfabrik steht – eine, die ihren männlichen Kollegen in Sachen Power und Dramatik aber in nichts nachsteht.

Dani Wilde kommt aus Wiltshire und ist seit gut zehn Jahren als Blues-Woman unterwegs. Ihr Sound mischt traditionelle Klänge mit einer ordentlichen Prise Rock und einer intensiven Stimme, die eher auf Ausdrucksstärke als auf Klarheit setzt. Wer sich dadurch etwas an den späteren Gary Moore erinnert fühlt, der liegt gar nicht so falsch: Der berühmte irische Bluesrocker war lange Zeit ein Nachbar von Wilde in Brighton. "Wir planten auch, zusammen einen Song aufzunehmen", erzählt sie. "Doch dann ist er leider zu früh gestorben."

In Fürth tritt Dani Wilde im Trio mit Jack Bazzani an den Drums und John Chase am Bass auf, wobei sich die beiden Jungs meist zurücknehmen und der Frontfrau viel Raum geben. Zwischen den Songs erzählt sie auch immer wieder Geschichten aus ihrem Leben.

Der perfekte Mann

So etwa über den Song "Slowcoach": "Er handelt von der Suche nach dem perfekten Mann, ich habe ihn vor zehn Jahren für meine erste Platte geschrieben. Dass ich ihn heute noch singe, sagt wohl vor allem etwas über mich aus. Eine crazy Blues Woman. . ."

Dani Wilde ist nicht das einzige musikalische Mitglied ihrer Familie: Bruder Will gilt als herausragender Harmonica-Spieler und unterstützt sie bei ihren Plattenaufnahmen. Im Juli kann man die beiden zusammen hören und sogar Workshops bei ihnen besuchen: beim "Hot Shot of Blues" Open Air am Schönsee in der Oberpfalz. Da das Kartenkontingent dort begrenzt ist, empfiehlt sich eine Anmeldung unter www.thehotshotofblues.de.  

PETER ROMIR

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