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„Wir wollten nicht nur einfach gegen etwas sein, sondern aktiv mitgestalten“, erklärt Arno Pfeifenberger aus dem Vorstand des Bündnisses. Zusammengefunden haben sich dessen Mitglieder bei den monatlichen Mahnwachen vor dem Steiner Rathaus anlässlich des Gaus in Fukushima. Mit Treffen, Infoveranstaltungen und Projekten wollen sie ihre Ideen verwirklichen.
Neben der Abkehr von Atomkraft und fossilen Brennstoffen hin zur Stromerzeugung aus Sonne, Wind und Wasserkraft sieht das Energiewendebündnis im Loslösen aus der Abhängigkeit weniger großer Stromkonzerne die wichtigsten Voraussetzungen für das Gelingen des Umstiegs. „Wir begreifen die Energiewende als gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, betont Pfeifenbergers Vorstandskollege Dietmar Oeder.
Und gerade in Stein sei beim Thema erneuerbare Energie „noch viel Luft nach oben“, so Oeder. Während Bayern und Mittelfranken 17 beziehungsweise 13 Prozent ihres Bedarfs durch grünen Strom decke, sei es in Stein gerade einmal ein bescheidenes Prozent. Als Quelle für diese Daten verwies Oeder beim jüngsten Treffen des Energiewendebündnisses auf die Homepage www.energymap.info der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie.
Aktuell sind die Steiner auf der Suche nach einem geeigneten Dach eines öffentlichen Gebäudes in ihrer Heimatstadt für eine Anlage mit Bürgerbeteiligung. „Aber wir tun uns noch schwer dabei“, räumt Arno Pfeifenberger ein. Ziel müsse ganz klar eine deutliche Steigerung bei der Nutzung regenerativer Energien sein. Vorbilder gibt es in der unmittelbaren Nachbarschaft: So produziert Wilhermsdorf 53 und Ammerndorf 35 Prozent der benötigten elektrischen Energie bereits selbst.
„Da die Energiewende nicht nur darin besteht, Elektrizität aus erneuerbaren Quellen zu erzeugen, sondern auch darin, Strom und andere Energieträger sparsam und effizient einzusetzen, machen wir uns auch für das Energiesparen stark“, lautet eines der Ziele des Bündnisses.
Dazu möchte es beispielsweise in Zusammenarbeit mit einer örtlichen Fahrschule ein Spritspar-Training anbieten oder lädt — wie jüngst — einen Energieberater zu ihrem Treffen ein. Letztere bieten Hausbesitzern eine Analyse des aktuellen Zustands ihrer Immobilie im Hinblick auf die Energieeffizienz. Die Rechnung für diese Dienstleistung kann über einen Zuschuss des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) reduziert werden.
Die nächste Veranstaltung des Bündnisses wird ein Diavortrag einer Delegation sein, die sich in Japan ein Bild vom Ausmaß der Atomkatastrophe gemacht hat (27. Februar, 19.30 Uhr, Gasthof Bub, Zirndorf).
www.energiewende-stein.de



