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Montag, 18.06.2018

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Check Out: Auf Schnuppertour im Berufsalltag

Mittelschüler erhielten bei einem Projekt Einblick in verschiedene Jobs - 12.06.2018 12:16 Uhr

Diese Fürther Mittelschüler haben ihre „Mini-Ausbildung“ erfolgreich absolviert und sich ihr Zertifikat verdient. Check Out läuft erfolgreich bereits im 16. Jahr. © Foto: Zelada


Die Schüler besuchten an zwölf Nachmittagen einen Betrieb aus den Bereichen Elektrohandwerk, Gesundheitswesen, Feinwerktechnik, Kfz-Handwerk sowie der Hotel- und Gaststättenbranche. Rund 40 Jugendliche konnten unlängst in der Mittelschule Soldnerstraße ihre Abschlusszertifikate entgegennehmen. Sie hatten Willen, Durchhaltevermögen und die Motivation bewiesen, die sich die Arbeitgeber von ihnen gewünscht hatten, und ihre Mini-Ausbildung erfolgreich absolviert.

Einige der Teilnehmenden haben sich sogar schon einen Ausbildungsplatz gesichert. Manche wussten danach immerhin, was sie nicht wollten. So wie die 15-jährige Görkem, die ihre Erfahrungen im Hotel- und Gaststättenbetrieb zwar "eigentlich alle cool" fand, künftig aber lieber als Friseurin arbeiten will. "Mir hat es trotzdem gefallen", betont sie.

Gut vorbereitet

Allein das Zertifikat, das sie sich mit ihrem Engagement verdient habe, könne ihr "Türen öffnen", sagte Bürgermeister und Schulreferent Markus Braun zum Wert der Auszeichnung. Chârmaine Kucharska von der Berufsberatung Fürth, die wesentlich an dem Projekt mitgewirkt hat, sieht das ebenso: "Die meisten Arbeitgeber wissen bei so einem Zertifikat sehr wohl, dass man motiviert ist."

Veit Bronnenmeyer, Leiter des Projektbüros der Stadt Fürth, freute sich, am Ende der Veranstaltung den erfolgreichen Absolventen ihre Kaution zurückzuzahlen, die sie zu Beginn der Aktion hinterlegt hatten. Das sei aus seiner Sicht keine schlechte Vorbereitung auf das Berufsleben, denn immerhin sei Geld ein ganz wesentlicher Motivationsfaktor in der Ausbildung.

Viel wichtiger war aber die enge Bindung, die die Schüler über die Schnupperausbildung zu den Kontaktpersonen in den Betrieben aufbauen konnten. So gestand eine Ausbilderin, beim Abschied von den Mittelschülern sogar fast ein paar Tränen verdrückt zu haben.  

SEBASTIAN ZELADA

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