Donnerstag, 13.12.2018

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Cooler Rocker mit heißer Show

Ronny van Dyke und seine Band heizten im Kulturforum mit Retroklängen ein - 09.01.2012 11:30 Uhr

Schrilles Outfit, fetzige Musik: Ronny van Dyke. © Anestis Aslanidis


Obwohl die Band erst seit 2008 zusammen spielt, vermittelt sie von der ersten Minute an Kultcharakter. Ronny van Dyke präsentiert sich in einer Kluft aus Leopardenstiefeln, Lederhose, abgefahrenem Jackett mit Epauletten und der Sonnenbrille dazu als cooler Rocker. Seine beiden Backgroundsängerinnen Ursula Berg und Stefanie Hellinger fügen sich mit hautengen, ultrakurzen Schlauchkleidern ins Bild. Immer wieder ein Blickfang: ihre kleinen Choreographien und ihr herrlich altmodisches „u-u-a“.

Zusammen mit Martin B. Playboy (Bass), Uwe Singer (Gitarre), Christian Jung (Keyboards) und Ulli Noak (Drums) formiert sich eine gut gelaunte Truppe, die die Bühne rockt. Ihr an den 70er und 80er Jahren orientierter Rock’n’Roll geht ins Ohr, Text und Musik — alles Ronny van Dyke — sind im positiven Sinn schlicht, gut hörbar und bestens zum Mitsingen geeignet.

Die Show von Ronny van Dyke & the Trash Pop Pilots wirkt ein bisschen wie eine augenzwinkernde Persiflage auf vergangene Rock-Zeiten — mit taufrischem Retrosound. So wie bei „Please, please, Love“, das vor Energie nur so strotzt. Auf Bayern 3 war dieser Song bereits Newcomer des Monats, auf ourstage.com, der führenden Website für Independent Bands in den USA, schaffte es der dazugehörige Videoclip sogar auf Platz 1. Erfolgreich war die Band in den Download- und Videocharts der Vereinigten Staaten und in England auch mit ihrem Titel „RingDingaDing“ — kein Wunder, denn das Stück fräst sich tief in die Gehörgänge ein.

Fans aus Schniegling

Passend zum Trash-Pop und –Rock hatte die Nürnberger Röhre die Fürther Drag Queen Ellen Lang als Moderatorin und Sängerin verpflichtet. „Life can be so easy“, flötete sie mit ihrer Reibeisenstimme ins Mikrofon, und das kam wirklich sehr entspannt rüber — besser als die überzogenen Zwischenkommentare. Aber mit ihren schrillen Kostümen, etwa eine rote Corsage mit schwarzen Latexleggings, machte Lang den sexy Sängerinnen echte Konkurrenz.

Das Publikum im großen Saal war hellauf begeistert von der Show. Eingefleischte Fans aus Schniegling hatten eigens für diesen Abend ihre Kneipe geschlossen, um Ronny van Dyke & the Trash Pop Pilots zusammen mit Ellen Lang live und in Farbe zu erleben. Und so dürften auch sie sich nach der Zugabe „Let me be your home guide“ mit der Melodie im Ohr selig summend auf den Heimweg gemacht haben.

Am 1. März stehen Ronny van Dyke & the Trash Pop Pilots schon wieder in Fürth auf der Bühne — dann in der Kofferfabrik.

  

Marion Reinhardt

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