Wie berichtet, hatte die 52-Jährige mit einer Freundin an der Kreuzfahrt teilgenommen. Am Samstag, 14. Januar, wäre die Reise für beide zu Ende gewesen. Doch am Freitagabend rammte die "Costa Concordia" vor der italienischen Insel Giglio einen Felsen und kenterte.
Bei der anschließenden Evakuierungaktion versuchten die beiden Frauen noch, Platz in einem Rettungsboot zu finden, waren jedoch glücklos. Sie verloren sich aus den Augen. Die Freundin, die aus der Gemeinde Rohr bei Schwabach stammt, rettete sich schwimmend ans Ufer und kehrte heil nach Franken zurück. Über Facebook und Radiosender suchte sie nach ihrer Freundin.
Auch bei Playmobil in Zirndorf, wo die Oberasbacherin seit 23 Jahren beschäftigt war, wartete man auf ein Lebenszeichen. Per Hausmitteilung wurde die Belegschaft informiert, dass das Schicksal ihrer Kollegin ungewiss sei.
Die Zahl der bei dem Schiffsunglück der „Costa Concordia“ ums Leben gekommenen Deutschen ist am Donnerstag auf vier gestiegen. Außerdem würden acht weitere Staatsangehörige vermisst, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes am Donnerstagnachmittag. Erst am Mittwoch waren das zweite und dritte
Todesopfer aus Deutschland identifiziert worden.
Unter den geborgenen Leichen ist auch ein 74-jähriger Mann aus Maintal in Hessen, wie am Donnerstag bekannt wurde. Nach dapd-Recherchen stammen die beiden anderen deutschen Opfer aus Nordrhein-Westfalen und Berlin. Das geht aus den veröffentlichen Vermisstenlisten der italienischen Behörden hervor.
An Bord des Kreuzfahrtschiffes waren etwa 4.200 Menschen, darunter 566 Deutsche. Seit Tagen suchen Taucher im Wrack nach den Vermissten. Weil das Wrack abzurutschen drohte, musste die Suche mehrfach unterbrochen werden. Ein Lebender wurde zuletzt am 15. Januar von der „Costa Concordia“ geborgen.
Eine vermisste Deutsche hatte sich Tage nach dem Unglück bei den Behörden gemeldet. Das hatte Angehörigen und Bekannten der vermissten Oberasbacherin neue Hoffnung gegeben.



