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Donnerstag, 16.08.2018

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Der Fürther Kinderrechteweg mausert sich

Grundschüler haben die nächste Station des Kunstprojekts gestaltet - 28.07.2013 16:00 Uhr

Stolz schauen die kleinen Künstler der Stadelner Hans-Sachs-Grundschule zu, wie Bürgermeister Markus Braun und Sponsor Andreas Landgraf das Mosaik enthüllen. © Hans-Joachim Winckler


Über 400 Stunden haben die Mädchen und Jungen der Klasse 3a der Stadelner Hans-Sachs-Grundschule in den vergangenen Wochen geschuftet, um ihr Mosaik auf dem Schulhof pünktlich zur feierlichen Einweihung fertigzustellen. Gemeinsam mit ihrem Lehrer Günter Hofmann und der Mosaikkünstlerin Margaretha Mayr machten sie sich daran, das Grundrecht der elterlichen Fürsorge nach eigenen Entwürfen gestalterisch umzusetzen.

In mühevoller handwerklicher Kleinarbeit haben sie dabei ganz nebenbei ihren Schulhof verschönert. Sie wählten für das vorgegebene Thema Beispiele aus der Tierwelt: So ist etwa eine Elefantendame zu sehen, die ihr Baby mit Wasser bespritzt, ein Zebra beim Säugen des Nachwuchses, ein voll besetztes, quicklebendiges Amselnest, Pinguineltern mit ihren Kleinen sowie eine watschelnde Entenfamilie.

Mit dem Kinderrechteweg will das Netzwerk Kinderfreundliche Stadt, das im nächsten Jahr bereits sein zehnjähriges Bestehen feiern kann, die Ziele der UN-Kinderrechtskonvention bekanntmachen. „Tiere sind in Deutschland gemäß Grundgesetz besser geschützt als Kinder“, sagte die Netzwerk-Vorsitzende Maria Fontana-Eberle bei der Einweihung des Mosaiks.

Bürgermeister Markus Braun wies bei dieser Gelegenheit darauf hin, dass die elterliche Fürsorge zwar als selbstverständlich betrachtet wird, dies aber oft nicht der gesellschaftlichen Realität entspreche. „Es ist wichtig, dass wir starke Kinder haben, aber dazu brauchen wir auch starke Eltern.“

Der Weg soll in den nächsten Jahren erweitert werden. Schüler verschiedener Schulen haben bereits Skulpturen zum Recht auf Gesundheit, auf Bildung, auf Gleichheit, auf freie Meinungsäußerung, auf Spiel und Freizeit sowie auf besondere Fürsorge bei Behinderung gefertigt. 

Hans-Joachim Winckler

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