26°

Donnerstag, 21.06.2018

|

zum Thema

Die Hexen sind wieder da

Fantasy-Serien-Projekt erhält in Fürther Filmstudios einen Trailer - 02.05.2018 17:00 Uhr

Caro Koch (von links), Karl Heilmann, Michelle Tönnies, André Albrecht und Saskia Most (vorne) feiern in den Fürther Alter Cine Studios auf der Hardhöhe ihr Experiment. © Foto: Budig


Am Wochenende trafen sich Carolin Koch, Saskia Most, Michelle Tönnies, drei Frauen um die 29 Jahre alt in Fürth. Sie sind das Kreativteam des geplanten Serienprojektes. Es war ein großer Moment, denn in den Filmstudios "Alter Cine" von André Albert im umgebauten Fürther Hard-Lichtspielhaus in der Hardstraße 8 wurde erstmals der zehnminütige Trailer der geplanten Fantasy-Reihe gezeigt. Der wurde mit großer Professionalität am Walberla und im Forchheimer Herder Gymnasium gedreht.

Die Münchner Schauspielerinnen Caro Koch und Michelle Tönnies haben gemeinsam mit der aus Fulda kommenden Lifestyle-Bloggerin Saskia Most die Idee entwickelt: Einige Überlebende der Hexeninquisition haben eine Internats-Schule gegründet, wo das alte Wissen weitergegeben werden soll. Um die Schülerinnen und Lehrkräfte auf diesem Internat dreht sich die geplante Serie, von der bereits die Drehbücher für vier Staffeln à 16 Folgen existieren. Das Forchheimer Herder-Gymnasium, mit seiner Neo-Renaissance-Architektur, ist für diese Szenen des Trailers der perfekte Schauplatz.

Im Trailer wird auch ein historischer Ausflug in die Zeit unternommen, als die Hexenjagd begann und aus geachteten heilkundigen Frauen zu Unrecht Verfolgte wurden. Das Walberla, ohnehin ein mythischer Ort der Walpurgisnacht, dient folgerichtig als Drehort einer solchen historischen Hexenverbrennung. Mit großem Aufwand an Kostümen, Schauspielern, Licht und Maske wird dieser Appetithappen perfekt in Szene gesetzt. André Albert, der sein Geld als Unternehmer für Industrie-Filme und Senderproduktionen verdient, hat den jungen Frauen diese Arbeit spendiert. Vom Vorhaben überzeugt hat ihn der Forchheimer Schauspieler und Produzent Karl Heilmann, der auch die Genehmigung für die Drehorte in seiner Heimat besorgte und beim Dreh selbst "Mädchen für Alles" war. Er hatte die Schauspielerinnen Koch und Tönnies bei einer anderen Unternehmung kennengelernt – die beim Schloss-Makani-Projekt als Dreh­buchautorinnen und bisher auch Produzentinnen agieren. Saskia Most haben die beiden einst bei Musicaltagen in Fulda erstmals getroffen.

Wie geht’s weiter? Mit dem fertigen Kurzfilm kann das Projekt nun ganz anders beworben werden. "Ohne einen professionellen Trailer geht es heute gar nicht mehr", so Albrecht. Die fleißigen Damen haben inzwischen die professio­nelle Agentur für Drehbuch und Regie "PageMagnet" für ihr Projekt gewinnen können. "Nun gilt es, einen Sender zu überzeugen", so Michelle Tönnies optimistisch. "Ohne festen Sendeplatz wird heute nichts mehr produziert". 

Peter Budig

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Fürth