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Frage 1: Die Amtsperiode des Bürgermeisters/der Bürgermeisterin dauert bis 2020. Wo sehen Sie die Stadt in acht Jahren?
Ich sehe Zirndorf als lebenswerte Stadt im demographischen Gleichgewicht bezüglich des Zusammenlebens und Zusammenwirkens aller Altersgruppen, Haushaltstypen und Lebensstile, die für alle ein vielfältiges Freizeitangebot vorhält. Ich sehe Zirndorf als Stadt auf dem Weg zu einem Haushalt ohne Neuverschuldung mit deutlich verbesserten Einnahmen und einem kontinuierlichen Abbau der Altschulden.
Frage 2: Nennen Sie drei Ihrer Programmschwerpunkte. Was würden Sie als Rathauschef/-chefin zuerst anpacken?
: Mit der Bürgerschaft werde ich ein generationengerechtes Stadtentwicklungskonzept auf den Weg bringen — gezielt abgestimmt auf die Familien-, Bildungs-, Senioren-, und Arbeitsplatzentwicklung. Der mangelnden Transparenz und Beteiligung der Bürgerschaft werde ich Abhilfe schaffen. Mit der Einführung eines Ratsinformationssystems ist der erste Schritt getan. Die Chancen als Mitglied der Metropolregion Nürnberg werde ich nutzen, um den Stellenwert Zirndorfs zu steigern, um Gewerbe und Tourismus, aber auch Zukunftsbranchen zu etablieren.
Frage 3: Wie heben Sie sich von Ihren Mitbewerbern ab?
: Es ist meine Einstellung der Politik gegenüber — Politik muss den Bürgern dienen. Über mehr Bürgerbeteiligung möchte ich verlorengegangenes Vertrauen zurückgewinnen. Alle meine Aktivitäten, im politischen wie im vorpolitischen Raum, haben die CSU in Zirndorf vorangebracht. Ich habe Jugendliche, Frauen und Männer wieder für politisches Handeln motiviert. Dabei war mir meine Führungserfahrung im Beruf eine Hilfe. Meine Sach- und Fachkompetenz in Verwaltungs- und Rechtsangelegenheiten beweise ich tagtäglich — die Sozialgesetzgebung ist ein Bereich, der mit täglich geänderten Rahmenbedingungen leben muss. Ein kein geringer Aspekt und für die Kommunalpolitik nicht zu unterschätzen.
Frage 4: Der Pinderpark ist bebaut. Soll Zirndorf weiter auf Wachstum setzen und große Bauflächen ausweisen?
Es ist eine nachfragegerechtere, zukunftssichere Bauland- und Neubaupolitik anzustreben. Die zukunftsfähige Stadtentwicklung ist kein Selbstläufer. Den „Großstadtflüchtling“ gibt es nicht mehr. Deshalb müssen wir in Zirndorf Wohnkonzepte für unsere immer älter werdende Gesellschaft, aber auch für Kleinfamilien und Singlehaushalte entwickeln. Meine Devise ist es, die vorhandenen Baulücken zu schließen und das in Anwanden angedachte Neubaugebiet gerade wegen der S-Bahnanbindung zu nutzen.
Frage 5: Die U-Bahn-Pläne gelten als gescheitert, doch die Probleme des Individualverkehrs bleiben. Wo wollen Sie verkehrspolitisch hin?
: Eine Alternative stellt der Antrag des Landkreises auf eine Durchbindelösung der Rangaubahn bis zum Hauptbahnhof Nürnberg dar. Diese schnelle Bahnverbindung ist eine Lösung, bei der keinerlei städtische Finanzmittel gebunden werden müssen. Die innerstädtischen Buslinien, vor allem die Anbindung der Nordstadt und der Außenorte werde ich durch eine Optimierung der Fahrpläne und Haltestellen steigern.
Frage 6: Die Energiewende ist ein wichtiges Zukunftsthema. Was kann die Stadt dazu beitragen?
: Die Stadtwerke arbeiten an einem zukunftsorientierten Energiekonzept. Die daraus resultierenden Vorgaben werde ich konsequent umsetzen. Ich werde mich auch dafür einsetzen, dass nur umweltfreundliche Kraftfahrzeuge in stadteigenen Betrieben genutzt werden.
Frage 7: Welche Visionen haben Sie für Innenstadt und Einzelhandel?
Eine lebendige Innenstadt braucht Menschen, die dort wohnen. Insbesondere auch ältere Menschen schätzen die soziale, medizinische und kulturelle Infrastruktur. Die Frage des Zuzugs gerade älterer Menschen in die Innenstadt ist als Trend in vielen Städten schon auszumachen — hierin sehe ich auch für die Entwicklung des Einzelhandels eine neue Chance. Ein wichtiger Aspekt dabei ist auch der Magnetstandort eines Vollversorgers (jetzt noch Marktkauf) im Zentrum. Die CSU in Zirndorf hat schon immer eine ablehnende Haltung zu der Ansiedlungspraxis „auf der grünen Wiese“ gezeigt.
Frage 8: Zirndorf sitzt auf einem mächtigen Schuldenberg, nicht zuletzt wegen des Bibertbades. Wie wollen Sie die Finanzen in den Griff bekommen?
Zentraler Baustein ist hier natürlich die Erhöhung der Einnahmeseite durch die Ansiedlung von Handel und Gewerbe. Eine Steigerung der Einnahmen muss auch Kriterium im Stadtentwicklungskonzept sein. Sparsamkeit und Ausgabendisziplin sind ebenfalls wichtige Ansätze. Bei der Konsolidierung des Haushalts sind Eigenverantwortung und die Bereitschaft zur Veränderung ein Thema. Wir müssen uns ernsthafter als in den vergangenen Jahren um einen ausgeglichenen, nachhaltigen Haushalt bemühen.



