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Freitag, 21.09.2018

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DJK Oberasbach sucht ein Rezept für die Zukunft

Traditionsverein unter neuer Führung — Vorstand hat eine Mammutaufgabe vor sich — Erfolge oft nicht bekannt - 21.06.2018 13:00 Uhr

Das Vorstandsteam im Einsatz für die DJK (von rechts): Ewald Trost, Christoph Gräf, Anton Pries und Roberto Schmidt. © Foto: Wunder


"Der Verein hat Potenzial und die Aufgabe hat mich einfach gereizt." Seit gut einem halben Jahr steht Ewald Trost an der Spitze der DJK Oberasbach und bei der Frage nach dem "Warum" hören auch seine drei Vorstandskollegen Anton Pries, Christoph Gräf und Roberto Schmidt genau zu. Schließlich wollen sie gemeinsam den leicht angeschlagenen und angestaubten "Kahn" DJK wieder auf Kurs bringen. Was da genau auf das Quartett zukommt, ahnen sie. Aber Trost hat einen entsprechenden Background: Er bildet seit vielen Jahren als ehrenamtlicher Koordinator Vereinsmanager für den Bayerischen Landessportverband (BLSV) aus.

Und so hat der 58-Jährige auch klare Vorstellungen und ein Konzept, wie die DJK wieder in sichere Gewässer kommt: die Satzung verschlanken, transparente Vereinsstrukturen aufbauen, die vielen passiven Mitglieder zu aktiven machen, neue gewinnen, den Gesamtverein auf moderne und zukunftssichere Beine stellen, neue Geschäftsfelder finden. Was sich so einfach anhört, ist eine Mammutaufgabe. Derzeit kann er nicht einmal die Fragen beantworten, wann die DJK genau gegründet wurde und wie viele Mitglieder sie hat. "Wir müssen die Unterlagen zum einen erst finden und dann sichten und auswerten", sagt er.

Nachdem sein Vorgänger, Hubert Taschner, nach 20 Jahren sein Amt altersbedingt aufgegeben hat, wollen Trost und sein Team den Blick nach vorne richten. "Ihm ist es zu verdanken, dass es den Verein überhaupt noch gibt", sagt Trost.

Aber es sei auch klar, dass sich einiges ändern müsse. Mit Pries und Schmidt hat er zwei langjährige Mitglieder und aktive Sportler an seiner Seite. Gräf ist seit einem dreiviertel Jahr in der Mannschaft der Alten Herren dabei – und wurde kurzerhand ins kalte Wasser geschmissen. "Aber mit dieser Truppe traue ich mir das zu", sagt der 45-Jährige. Jetzt heißt es erst mal, sich mit den Leuten und dem Verein vertraut zu machen.

"Viele kennen die DJK nur vom Vorbeifahren am Gelände", meint Trost. "Sie wissen zum Beispiel nicht, dass wir sogar eine Deutsche Meisterin in unseren Reihen haben." Katharina Theil hat bereits zwei Mal den Titel als bestes Tanzmariechen der Republik nach Oberasbach geholt.

Auch das Männerballett, die "Wilden Antikörper", ist anscheinend überall bekannt – nur nicht im eigenen Ort. "Donikkl hat neulich eine Videobotschaft geschickt und die Truppe hat sogar Auftritte in Mallorca", berichtet Trost begeistert.

Die größte Abteilung ist freilich der Fußball – auch wenn er lange nicht mehr so boomt. "Wir spielen mittlerweile in der gleichen Liga wie der TSV Altenberg – auch das ist weitgehend unbekannt", bedauert der neue Vorsitzende. All das will er gemeinsam mit seinem Team ändern. Schritt für Schritt.

"Der Gesamtverein mit all seinen unterschiedlichen Abteilungen soll eingebunden werden", so Trosts Ansatz. Ein weiteres Thema, das ihm auf den Nägeln brennt: Die nur zu zehn Prozent ausgelastete Halle des Vereins. Die ehemalige und nun umgebaute Kirche ist rund 250 Quadratmeter groß und bestens ausgestattet: Es gibt eine Küche, sanitäre Anlagen und eine Bühne, womit sie neben dem Sport auch gut geeignet für Feste jeglicher Art sei. "Die Halle kann gemietet werden", werben Gräf und Trost. Ihre Vision für die DJK: "In fünf Jahren haben wir eine moderne Vereinsstruktur, bieten neue Sportarten, unter anderem für Senioren, sind der mitgliedsstärkste Verein in der Stadt und die Halle ist den ganzen Tag ausgelastet."

Weitere Infos zur DJK und Möglichkeiten zum Schnuppertraining gibt es per E-Mail an info@djk-oberasbach.de oder über die Facebook-Seite.  

Claudia Wunder

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