14°C
Freitag, 25.05. - 04:44 Uhr
Login
Info
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos!
Passwort vergessen
Info
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!

E-Mail-Adresse
Druckversion

Doppelpass auf gehobenem Niveau

Die Zeit der Steak-Monotonie ist vorbei: Das „Alte Forsthaus“ unter neuer Führung - 08.02. 19:00 Uhr

FÜRTH  - Wie bitte, Fernsehkoch Tim Mälzer residiert jetzt in Fürth? Falsch. Die Namensvettern trennen der Berühmtheitsgrad und ein Buchstabe. „Man muss schon ein wenig bekloppt sein, wenn man ein Restaurant aufmacht“, sagt Tim Melzer. Dem spitzbübischen Lächeln, das über sein Gesicht huscht, ist zu entnehmen, dass er keinesfalls an seinem Geisteszustand zweifelt. Im Gegenteil.

Sie freuen sich darauf, ihre Gäste glücklich zu machen: Restaurantleiter Tim Melzer (links) und Küchenchef Fritz Schuster haben dem „Alten Forsthaus“ neues Leben eingehaucht.
Sie freuen sich darauf, ihre Gäste glücklich zu machen: Restaurantleiter Tim Melzer (links) und Küchenchef Fritz Schuster haben dem „Alten Forsthaus“ neues Leben eingehaucht.
Foto: Ralf Rödel
Sie freuen sich darauf, ihre Gäste glücklich zu machen: Restaurantleiter Tim Melzer (links) und Küchenchef Fritz Schuster haben dem „Alten Forsthaus“ neues Leben eingehaucht.
Sie freuen sich darauf, ihre Gäste glücklich zu machen: Restaurantleiter Tim Melzer (links) und Küchenchef Fritz Schuster haben dem „Alten Forsthaus“ neues Leben eingehaucht.
Foto: Ralf Rödel

Zehn Jahre lang hat Melzer davon geträumt, Gäste in seinem eigenen Lokal zu bewirten. Gefehlt haben ihm dazu ein mutiger Mitstreiter und die passende Lokalität. Den Partner hat er in Fritz Schuster gefunden. Gemeinsam arbeiteten sie im „Landgasthof Gentner“ in Nürnberg: Melzer als Restaurantleiter, Schuster als Küchenchef. Ihre Rollen haben die beiden, die übrigens 30 Jahre trennen — Melzer ist 28, Schuster 58 — beibehalten. Lediglich ihr Arbeitsplatz ist nun ein anderer. Seit Mitte Oktober betreiben sie das „Alte Forsthaus“ in der Cadolzburger Straße.



An das Steakhaus, das dort vorher untergebracht war, erinnern nur noch Teile der Einrichtung. Die Bänke, die sich im Gastraum mit seinen 40 Plätzen an der Wand entlangziehen, die Tische und Holzstühle sowie die Bar im Eingangsbereich mit beleuchteten Glasvitrinen konnte das Duo übernehmen. Am Flair allerdings haben sie noch etwas gefeilt. Die braunen Vorhänge, die farblich gut zur restlichen Einrichtung passen, sind neu, ebenso die Bilder an den Wänden.

Auch die Speisekarte erinnert nicht mehr an die Zeit, in der vornehmlich Steaks in der Pfanne brutzelten. Regional und modern ist die Küche jetzt; die Gäste sollen gehobenes Niveau bekommen. Als Vorspeise kann man etwa einen Maronencappuccino mit Mandelsahne und Schokosplittern (5,40 Euro), als warmes Zwischengericht gegrillte Jakobsmuschel auf Trüffelrisotto mit Rotweinbutter (12,80 Euro) wählen.

Fritz Schuster, der unter anderem als Küchenchef im Nürnberger „Sudhaus“ und im „Arvena Park Hotel“ in Langwasser tätig war, ist es wichtig, wirklich alles selber zu kochen. Null Prozent Convenience, also vorgefertigtes Essen aus der Packung, so lautet seine Devise. Am Nachmittag, zwischen Mittags- und Abendgeschäft, probiert er sich auch immer wieder an ungewöhnlichen Kreationen — beispielsweise daran, Fisch und Fleisch in einem Gericht miteinander zu kombinieren. Herausgekommen ist dabei etwa gebratener Zander und Kalbskopftortellini auf Erbsenpüree mit Hummersauce (17,90 Euro).

Wer Klassiker aus der gutbürgerlichen Küche mag, darf sich ebenfalls freuen: Die halbe Bauernente mit Kartoffelmousseline und Blaukraut (18,20 Euro) soll die einzige Konstante auf der übersichtlichen Speisekarte sein, deren Gerichte alle paar Wochen wechseln.


Das passende Getränk dazu findet sich in der umfangreichen Weinkarte. Hilfe bei der Auswahl bietet aber auch Melzer an. Wer gerne selbst etwas mehr wissen möchte über das Zusammenspiel von Speisen und Wein, hat dazu demnächst bei einem Degustationsmenü mit einer Winzerin aus Randersacker Gelegenheit. Dieser Abend ist nur eine der vielen Ideen, die Melzer und Schuster haben.

Vor ihrem geistigen Auge sehen die beiden schon viele zufriedene Gäste auf der überdachten Terrasse und im daran angrenzenden Biergarten sitzen. Dort soll es übrigens, wenn die Saison startet, eine spezielle Speisekarte mit Deftigem wie Wurstsalat und Sülze geben. Auch das alles selbst gemacht.

Mehr Informationen über das Alte Forsthaus in unserer Rubrik Essen und Trinken! 



GWENDOLYN KUHN

Ihr Kommentar

Name:
 
Info
Bestätigungswort

Um Ihren Kommentar abzusenden, geben Sie bitte das Bestätigungswort ein. Nicht lesbar? Erzeugen sie durch Klick darauf einen neuen Text.



Zum Thema
Essen und Trinken



Kurzbeschreibung:
Hier sind die Gastro-Kritiken von NN- und NZ-Redakteuren zu finden, die für Sie Restaurants, Cafes, Kneipen, Gastwirtschaften und Biergärten in Nürnberg und Region getestet haben.