Donnerstag, 15.11.2018

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DSDS-Casting in Fürth: Nervöse Sänger hinter Glas

Zuschauer irritierten manche Teilnehmer - Der große Andrang blieb aus - 05.09.2018 19:51 Uhr

Unter der blauen „DSDS“-Kuppel warteten die Fürther Kandidaten auf die Chance, ihr Gesangstalent zu beweisen. Einige von ihnen schafften es tatsächlich eine Runde weiter. © Foto: Thomas Scherer


Schon zum 16. Mal sucht die Casting-Show rund um Pop-Titan Dieter Bohlen Deutschlands neuen Superstar. Bis die Kandidaten im Fernsehen auftreten können, müssen sie die Vorrunden überstehen. Dafür kommen die "DSDS"-Trucks mit mobilen Studios in 40 Städte. Dort wird dann gewartet und gehofft, dass zumindest ein paar Leute auftauchen.

In Fürth war die Ausbeute am Mittwoch nicht besonders groß: Zum Casting-Beginn um 14 Uhr standen nur vier Leute vor der Anmeldung, zwei Stunden später hatten gerade einmal 20 Sänger den Weg unter die blaue Kuppel gefunden.

Aber immerhin: Es gibt sie auch noch in Fürth, die Menschen, die davon träumen, der neue Superstar zu werden. Die ersten Kandidaten am Mittwoch kommen mit dem Bus direkt zum Gelände, marschieren an die Anmeldung, singen, was sie singen wollen, und nehmen den nächsten Bus zurück nach Hause. Etwas später füllt sich die blaue Warte-Kuppel. Während die einen nervös auf den Stühlen sitzen, bis sie aufgerufen werden, albern die anderen mit ihren Begleitern herum.

Nächste Vorrunde steigt in Köln

Das Casting selbst verläuft unspektakulär: Nach einer Wartezeit von etwa einer halben Stunde werden die Kandidaten in die Trucks geholt und müssen die vorbereiteten Lieder vorsingen. Die mobilen Studios sind schall-, aber nicht blickdicht. Immer wieder bleiben Fußgänger stehen, um einen Blick auf das Casting zu erhaschen. Für manche Kandidaten ist das bereits zu viel, die Nervosität steigt, der Auftritt wird vergeigt.

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Franken sucht Gesangstalente: "DSDS"-Casting in Fürth

Allzu groß war der Ansturm nicht: Zum Casting für die mittlerweile 16. Staffel von "Deutschland sucht den Superstar" trommelte der Sender RTL auch die Fürther Nachwuchssänger zusammen. Diese blieben allerdings zum größten Teil zu Hause. Die paar Kandidaten vor Ort an der Kleinen Freiheit hatten trotzdem ihren Spaß.


Der Eindruck drängt sich auf, einigen war nicht ganz bewusst, wofür sie hier überhaupt vorsingen - eine Live-Show im Fernsehen. "Ich dachte, das ist alles ganz abgetrennt und blickdicht, und man ist mit den Juroren allein", gibt eine Kandidatin vor ihrem Auftritt zu. Ansätze von Panik zeichnen ihren Blick. Und sie ist nicht die einzige. Aber wenn ein paar neugierige Fürther schon so eine abschreckende Wirkung auf die Sänger haben, wie soll es dann vor einem Millionen-Fernsehpublikum werden?

Andere Kandidaten halten dem Druck besser stand, sind eine Runde weiter. Für sie geht es zur nächsten Vorrunde nach Köln und erst dann zu den Castings mit Dieter Bohlen, die man aus dem Fernsehen kennt. Ob es dieses Jahr einen Fürther Superstar gibt, wird RTL uns 2019 zeigen.

 

Marina Hochholzner

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