Das Testspiel der SpVgg Greuther Fürth am Freitagabend beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden mag nur ein Intermezzo in einer Länderspielpause gewesen sein. Wer aber das Personal genauer unter die Lupe nahm, konnte sich der Meinung von Trainer Mike Büskens anschließen: „Hier hat auch ein Stück Zukunft dieses Vereins gespielt.“
Am Ende standen mit Tyrone McCargo (16), Johannes Geis (17) und Ilir Azemi (17) gleich drei Junioren-Spieler auf dem Feld. Der Rest um die drei herum war auch nicht allzu viel älter, denn Neuzugang Danjel Aleksic ist 19, Sercan Sararer und Eddy Prib sind 20, Stephan Fürstner 22, so dass der inzwischen 24-jährige Stephan Schröck (mit Kapitänsbinde) schon als erfahren gelten kann und sich Christian Rahn und der kurz vor dem Ende eingewechselte Marino Biliskov schon fast wie die Papas des jungen Haufens vorgekommen sein müssen.
Umso erstaunlicher, dass die Kleeblättler auch bis zum Ende die Partie in der Brita-Arena im Griff hatten. „Das spricht für die Jugendarbeit des Vereins“, sagt Mike Büskens. Der Mann, der auf Schalke lange Zeit ebenfalls im Nachwuchsbereich gearbeitet hatte, hat keine Scheu, die jungen Nachwuchsleute ranzulassen.
Überhaupt war Büskens einverstanden mit dem Auftreten der weiß-grünen Akteure. „Wir haben in der abgelaufenen Woche sehr hart trainiert und die Jungs haben sehr gut mitgezogen. Und auch das heutige Spiel war absolut okay.“ Immerhin hat die SpVgg bei einer Spitzenmannschaft der Dritten Liga das Spiel beherrscht, obwohl auch von Beginn an eher Akteure eingesetzt wurden, die zuletzt weniger Einsatzzeiten hatten. „Es war gut, dass die Jungs Spielpraxis bekommen haben, sie haben das auch gut genutzt“, betonte der Coach.
Einen Wermutstropfen gab es dann aber doch. Asen Karaslavov fasste sich nach einem Zweikampf kurz vor dem Ende des Spiels an die Leistengegend. „Ich ärgere mich darüber, denn Asen war gerade wieder auf dem besten Weg, seine Form zu finden“, sagte Trainer Büskens, der verständlicherweise gar nicht begeistert war. Erste Untersuchungen am Wochenende ergaben, dass es „nur“ eine Zerrung im Adduktorenbereich ist, doch mit rund zwei Wochen Pause wird Karaslavov wohl rechnen müssen.
Bernd Nehrig hat derweil nachgewiesen, dass er seine Erkältung überwunden hat. Dani Schahin musste allerdings pausieren. Der Angreifer hat eine leichte Verhärtung im Oberschenkel. „Es ist nichts Schlimmes, nur eine Vorsichtsmaßnahme“, so Mike Büskens, der davon ausgeht, dass Schahin morgen wieder ins Training eingreifen kann. Nach dem freien Sonntag und Montag werden die Kleeblatt-Kicker am Dienstag um 13 Uhr wieder das Training aufnehmen, um sich auf die Heimpartie am Sonntag gegen Alemannia Aachen vorzubereiten.
SpVgg: Rozman; Schröck (46. Falkenberg), Karaslavov (85. Biliskov), Mauersberger, Rahn – Nehrig (62. Sararer), Geis, Fürstner (69. Prib), Pektürk (78. McCargo) – Nöthe (46. Aleksic), Onuegbu (78. Azemi).




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