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Einsatz für Fairtrade: Welthaus in Fürth ist eröffnet

Für die Einrichtung im früheren Lim-Haus gibt es sogar Lob aus Berlin - 03.03.2017 22:10 Uhr

Fairer Kuchen zum Auftakt: Sogar aus Österreich und Berlin kamen am Freitag die Gäste. In den Räumen des früheren Lim verkaufen nun Weltladen und Farcap ihre Produkte. © F.: Leberzammer


"Das ist ja viel größer als vorher", entfährt es den ersten Gästen. Tatsächlich erscheint die Welthaus-Verkaufsfläche im Erdgeschoss großzügiger als die Aufteilung seinerzeit im Lim, das, wie mehrfach berichtet, schließen musste. Dass sich hier nun zwei Läden zusammengetan haben, fällt jedenfalls kaum auf.

Auffällig dagegen war die große Besucherschar, die sich zur Eröffnungsfeier am Freitag eingefunden hatte. Wo künftig Kleider und Hosen anprobiert und vor Spiegeln begutachtet werden, herrschte ein dichtes Gedränge. Bis aus Österreich, Aachen und Berlin waren Gäste gekommen; aus der Bundeshauptstadt etwa Ulrich Kaltenbach vom Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit, das die Ausstattung des Seminarraums im ersten Stock bezuschusst hat. Er pries das Fürther Welthaus – übrigens Nummer 17 bundesweit – als Kooperation mit Vorbildcharakter: "Um Menschen für Entwicklungspolitik zu erreichen, brauchen wir ein solches Engagement in Städten und Kommunen."

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Faire Mode und mehr: Welthaus eröffnet in Fürth

Erst vor einem Jahr erhielt Fürth die Auszeichnung "Fairtrade-Stadt". Mit der Eröffnung des Welthauses in der Gustavstraße am Freitag, wo sich die beiden gemeinnützigen Unternehmen Weltladen und Farcap - Faire Mode die Räumlichkeiten teilen, soll der Gedanke eines globalen und gerechten Handels künftig eine noch breitere Öffentlichkeit finden.


Deutlich euphorischer waren die Köpfe hinter dem Projekt. Bildungsreferentin Melanie Diller ist laut eigener Aussage schon den ganzen Tag mit einem breiten Grinsen herumgelaufen, so groß war die Vorfreude. Jetzt wünscht sie sich, dass das Welthaus ein Ort dreier Aspekte wird: Begegnung, Hoffnung und Freude. "Wir wollen zeigen, dass es soziale und ökologische Alternativen im weltweiten Handel gibt", so Diller. Andreas Schneider, der Vorsitzende des Weltladens, zeigte sich ebenfalls "überwältigt von so viel Zuspruch für unser Projekt, das Brücken zwischen Menschen und Kulturen bauen möchte."

Ohne hunderte Stunden ehrenamtlichen Engagements bei Aufbau, Umzug und Bestückung wäre die Eröffnung dieses "Leuchtturm-Projekts" nicht möglich gewesen. Farcap-Geschäftsführerin Elke Klemenz blickte zurück: "Erst war es eine Vision, dann harte Arbeit, und nun ist es Wirklichkeit geworden." Die gemeinsame Anstrengung habe sie wie einen Stein empfunden, der in einen See fällt und immer weitere Kreise zieht. "Nun wollen wir, dass unser Projekt noch größere Kreise zieht", so Klemenz weiter — und zwar nicht nur mit dem Verkauf fairer Produkte, sondern auch mit Seminaren und Workshops.

Schokoerlebnisquiz

Für alle Interessierten öffnet das Welthaus ab dem heutigen Samstag seine Pforten. Von 10 bis 16 Uhr haben Besucher die Möglichkeit, das reichhaltige Angebot aus dem fairen Handel und der fairen Mode kennenzulernen. Begleitend dazu gibt es Aktionen zu Projekten aus der Arbeit des Weltladens und von Farcap, beispielsweise Koch- und Kaffeeworkshops und die Ausstellung "Make Chocolate Fair!" mit Schokoerlebnisquiz.

Die Öffnungszeiten sind samstags von 10 bis 16 Uhr sowie wochentags zwischen 10 und 19 Uhr. 

Armin Leberzammer

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