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Auf dem 171 Kilometer langen Wasserweg, der den Main mit der Donau verbindet, sind Schiffe und Frachter momentan tabu. Seit Dienstag ist die gesamte Strecke gesperrt. Bereits am Wochenende durfte niemand mehr in den Kanal einfahren, wer sich schon darauf befand, wurde in sichere Liegeplätze gelotst. Grund für die Sperrung der Strecke ist das Eis, das nicht nur die Wasseroberfläche bedeckt, sondern auch alle 16 Schleusentore blockiert, sagt Ingrid Warm, die in solchen Fällen beim Nürnberger Wasser- und Schifffahrtsamt zuständig ist.
Friert die Rednitz zu — wie zwischen Badsteg und dem Wehr an der Foerstermühle geschehen — hat das freilich sehr viel weniger negative Auswirkungen. Im Gegenteil. Viele Spaziergänger, die auf der Uferpromenade flanieren, genießen momentan das seltene Naturschauspiel. Dass die Rednitz in diesem Bereich komplett vereist, während anderswo nur der Uferbereich betroffen ist, erklärt Rainer Ketterle mit der Fließgeschwindigkeit im Bereich des Wehrs. „In diesem beruhigten Areal friert der Fluss schneller zu“, weiß der stellvertretende Leiter des Wasserwirtschaftsamts . Wie tief die Temperatur sinkt, ist dafür übrigens nicht ausschlaggebend. Selbst wenn das Thermometer nur unwesentlich unter null Grad anzeigt, kann sich Eis auch auf fließenden Gewässern bilden. Entscheidend ist, wie lange die Kälte andauert.
Mögen die Eisflächen für Schlittschuhfahrer auch noch so verlockend sein — Fürths Feuerwehrchef Christian Gußner warnt davor, nicht freigegebene Bereiche zu betreten. Vor allem auf dem Fluss sei die Gefahr einzubrechen sehr hoch.
Damit Gußner und seine Männer für den Notfall gerüstet sind, steht bald eine Übung auf Eis an. Einige der Feuerwehrler sind nämlich auch Taucher. Sie wollen die derzeitige Situation im Kanal nutzen, um zu proben: Wie rettet man jemanden, der unter die Eisdecke geglitten ist?



