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Dienstag, 19.03.2019

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Engstelle in der Unterführung verärgert Autofahrer

Gleitschutzwände stehen noch, obwohl die Arbeiten an der Brücke über die Schwabacher Straße abgeschlossen sind - 08.07.2012 10:00 Uhr

Einen dauerhaften Schutz für die Brückenpfeiler fordert das Eisenbahnbundesamt — zuvor kommen die Gleitschutzwände aus Beton nicht weg. © Winckler


Diese Frage treibt etliche Autofahrer um: Seit Wochen sind die Bauarbeiten an der Bahnbrücke über die Schwabacher Straße abgeschlossen, doch noch immer verengen Betonwände die Fahrbahn und behindern den Verkehr — warum?

Wie ausführlich berichtet, musste die Deutsche Bahn die Brücke mit einem Erweiterungsbau versehen, um Platz für die neuen S-Bahn-Gleise zu schaffen. Allerdings verweigerte das Eisenbahnbundesamt nach Abschluss der Arbeiten die Freigabe, sagt Hans Pösl, Leiter des städtischen Tiefbauamts, auf Nachfrage der Fürther Nachrichten.

Die Behörde vertritt ihm zufolge die Meinung, dass die Brückenpfeiler vor Autos sowie Lastwagen geschützt werden müssen, die theoretisch in der Unterführung von der Fahrbahn abkommen könnten. Die Bahn hat nun die Aufgabe, für einen dauerhaften Schutz zu sorgen. Bis dieser fertiggestellt ist, dürfen die provisorischen Gleitschutzwände nicht entfernt werden.

Laut Pösl hat die Bahn der Stadt Fürth vor rund einer Woche den Vorschlag unterbreitet, eine Betonwand vor die Pfeiler zu setzen. Die Folge wäre allerdings, dass dieser Schutz die Fahrbahn — wie jetzt schon das Provisorium — links und rechts „insgesamt um einen guten Meter“ verengen würde. „Das ist für uns nicht akzeptabel“, sagt Pösl. Schon jetzt würden sich im Amt fast täglich Anrufer über die Verkehrsbehinderung beschweren.

Ingenieurbüro sucht Lösung

Nach seinen Worten hat die DB inzwischen ein Ingenieurbüro damit beauftragt, eine andere Lösung zu finden. Die Gleitschutzwände bleiben vorerst stehen. Die Stadt hat dafür extra eine Fristverlängerung bis zum 30. September genehmigt, so der Tiefbauamtschef.

Ein paar Meter höher — nämlich auf der Brücke — gibt es auch noch Handlungsbedarf: Die Lärmschutzwand ist seit Wochen unvollendet. Wie ebenfalls berichtet, sollen die unteren zwei Meter farblich gestaltet sein, die oberen eineinhalb Meter transparent. Während die ockerfarbene Metallwand schon länger steht, fehlt noch der durchsichtige Teil. Vonseiten der Bahn heißt es dazu lapidar: Der Lärmschutz befinde sich „im Bau“. 

JOHANNES ALLES

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