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Erntedankfestzug trotzte dem nasskalten Wetter

80.000 Zuschauer säumten den Weg der Spielmannszüge, Vereine und Trachtengruppen in Fürth - 07.10.2012 19:28 Uhr

FÜRTH  - Glück muss man haben: Fast wäre der Erntedankfestzug am zweiten Kirchweihsonntag zur Party für Regenwürmer und Wassersportler geworden. Doch gerade noch rechtzeitig zum Start konnten die rund 80000 Zuschauer entlang der Strecke die Schirme schließen.

Fränkisches Brauchtum in vielen Facetten führt der große Erntedankfestzug am "Bauernsonntag" auch mit Spielmannszügen - wie hier vor der Kulisse des Rathausturms in der Königstraße - vor Augen.
Fränkisches Brauchtum in vielen Facetten führt der große Erntedankfestzug am "Bauernsonntag" auch mit Spielmannszügen - wie hier vor der Kulisse des Rathausturms in der Königstraße - vor Augen.
Foto: Thomas Scherer
Fränkisches Brauchtum in vielen Facetten führt der große Erntedankfestzug am "Bauernsonntag" auch mit Spielmannszügen - wie hier vor der Kulisse des Rathausturms in der Königstraße - vor Augen.
Fränkisches Brauchtum in vielen Facetten führt der große Erntedankfestzug am "Bauernsonntag" auch mit Spielmannszügen - wie hier vor der Kulisse des Rathausturms in der Königstraße - vor Augen.
Foto: Thomas Scherer

Trotz grimmigem Erkältungswetter blieb auch die 2012-er Auflage des traditionsreichen Zuges vom Schlag ins Wasser verschont. Allerdings hatten die 62 Vereine, Kapellen und Spielmannszüge beim morgendlichen Versammeln in der Herrnstraße einige kalte Duschen zu ertragen. Nichts deutete am frühen Vormittag auf halbwegs erträgliches Wetter hin.


Bilderstrecke zum Thema
Gerade noch rechtzeitig zu Beginn des Fürther Erntedankfestzuges hörte es in Fürth auf zu regnen. Rund 80.000 Zuschauer ließen sich das bunte Treiben nicht entgehen. Hier gibt es die Impressionen von der Strecke.

„Wir dachten anfangs, das geht heute komplett in die Hose“, berichtete ein Musikant nach getaner Arbeit. So kann man sich irren. Erstaunlich heiter und entspannt war denn auch die Stimmung entlang der Strecke zwischen Herrn- und Weiherstraße. Zwar empfahl es sich, den obersten Hemdknopf bis zum Ende geschlossen zu halten, doch selbst bei strahlendem Herbstwetter wäre die Laune kaum besser gewesen.


 

Hunderte Luftballons



Pünktlich um 12 Uhr, als der Zug das Rathaus erreicht hatten, stiegen dort Hunderte weiße und grüne Luftballons — mit Flugrichtung Nürnberg — in den Himmel. Was folgte, war abermals ein munterer Reigen marschierender, winkender, fahrender und reitender Mitmenschen, angeführt von Kirchweih-Königin Jasmin Witwicki im aparten Festtags-Aufputz. Vor der Ehrentribüne am Rathaus überreichte nach alter Kärwaväter Sitte eine Delegation der Bühne Erholung 27 — darunter sieben Mädchen und Jungen in fliederfarbener Tracht — das Festbrot an Oberbürgermeister Thomas Jung.

Zu den Höhepunkten des rund einstündigen Zuges zählte die von Trainer Mike Büskens angeführte Delegation der SpVgg Greuther Fürth, die viel aufmunternden Applaus und vor der Ehrentribüne teils stehende Ovationen entgegennehmen durfte. Viel Humor bewies die Liedertafel Ronhof mit ihrem Festwagen „Albrecht Dürer kommt nach Fürth“ mit lebendem „Selbstbildnis“ und der süffisanten Unterschrift „Und er ist doch transportfähig“. Keine besonderen Vorkommnisse meldeten BRK und Polizei. Immerhin für fünf Minuten aber schaute ein Gast vorbei, der sich nach dem Zug überraschend zum Bleiben entschloss: die Sonne.

Eine Reportage vom Festzug lesen Sie auf Seite 3 der Printversion. 

mab


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Mitten in der Fürther Innenstadt wird jedes Jahr Ende September/Anfang Oktober die Michaelis-Kärwa gefeiert.
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