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Während draußen Minusgrade herrschen, empfängt die Gäste im neu errichteten Flachbau in der Herzogenauracher Straße wohlige Wärme. Rund 100 Besucher drängen sich auf den 160 Quadratmetern des Jugendtreffs zwischen Kuchentheke und Kaffeeausschank. „Normalerweise ist hier erwachsenenfreie Zone“, meint Markus (11), „aber heute machen wir mal eine Ausnahme.“
Bereits seit Mitte November haben die Tuchenbacher Jugendlichen einen neuen Anlaufpunkt. Doch ins gemachte Nest hat sich hier niemand gesetzt. Zwar kamen rund 65000 Euro für die Neugestaltung des Jugendtreffs von der Gemeinde, ohne die tatkräftige Mithilfe der Jungen und Mädchen hätte das Projekt aber nicht so schnell fertiggestellt werden können.
Wände haben sie gestrichen, Material für die Inneneinrichtung im Baumarkt besorgt und sogar einen Teil der Finanzierung haben sie übernommen. Für Letzteres sorgte ein Stand auf dem Adventsmarkt, mit dem die Jugendlichen 350 Euro erwirtschaften konnten.
„Sich selbst für den Jugendtreff zu engagieren, hat die Wertschätzung der Jugendlichen dafür sehr gesteigert“, sagt Helge Höppner, der am Dienstag und Freitag die Aufsicht im Treff hat. Für den Sozialpädagogen, der auch bei der Stadt Forchheim beschäftigt ist, haben die ländlichen Jugendeinrichtungen einen klaren Vorteil: „In der Stadt herrscht eine große Fluktuation, die Räume und die Einrichtung werden meist sehr nachlässig behandelt.“ In Tuchenbach, so Höppner, „identifizieren sich die Jugendlichen viel mehr mit ihrem Treff und packen gern mal mit an“.
Das zu hören, freut sicherlich auch die vielen Förderer der Einrichtung in der Gemeinde. Schließlich stehen den Jugendlichen im Treff ein Kicker, ein Billard, Spielkonsolen und Computer zur Verfügung. Und falls doch mal etwas zu Bruch geht, gab es auch noch eine Spende in Höhe von 300 Euro von der Tuchenbacher Wählermeinschaft.



