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Insidern der American Music und dabei insbesondere der Spielart Bluegrass muss man Rüdiger Helbig nicht mehr vorstellen. Der Bandleader gilt als renommiertester Banjospieler Europas. Als Studiomusiker mit über 30 Jahren Erfahrung ist er mit seinem Instrument auf verschiedensten Platten- sowie in Film- und Fernsehproduktionen zu hören. Wer in Deutschland Banjospielen lernen will, kommt um Helbig nicht herum — sämtliches Unterrichtsmaterial stammt aus seiner Feder. Seine Band gründete er 1996. Sie ist Deutschlands einzige Profi-Bluegrassband, die auch europaweit Konzerttourneen unternimmt.
Mit Willie Jones hat sich Helbig einen echten Pfundskerl an Bord geholt. Erst seit Dezember verstärkt er mit Bass und Stimme die Band, drückt ihr aber bereits jetzt mit seinem einzigartigen Gesang einen Stempel auf. Zusammen mit den Leadsängern Rico Waldmann (Akustikgitarre) und Phillip Schoeppe (Mandoline) sorgt er für fabelhaften Harmoniegesang.
Über allem liegt der unverwechselbare Sound von Helbigs Banjo. „Huckleberry Five“ überzeugen nicht nur bei Honky-Tonk- und Bluegrass-Nummern, sondern auch bei Arrangements von Songs, die aus einer ganz anderen Ecke kommen. So werden Jerry Lee Lewis’ „Great Balls of Fire“ auf Country umgekrempelt — und das klingt gut. Genauso wie „Purple Rain“ von Prince. Wäre da nicht die Titelzeile, könnte man den Song glatt für waschechten Bluegrass halten. Bei Helbig und seiner reifen „Boygroup“ – jeder der vier verkörpert einen speziellen Typ Kerl – ist alles handgemacht, jeder Musiker für sich ein Virtuose. Wenn der Bandleader und Schoeppe in die Saiten greifen, ist das Fingerarbeit vom Feinsten. Yeah!



