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Für „ziemlich undenkbar“ hält Stadtförster Martin Straußberger eine neue Wildkatzen-Population in Fürther Gefilden. Immerhin seien die Tiere extrem scheu und der Fürther Forst aus diesem Grund einfach „zu stressig“. Größere, ruhige und zusammenhängende Waldflächen wären für die Tiere attraktiv — weniger ein gut besuchter Stadtwald mit Spaziergängern, Joggern und vielen Hunden. Auch der Straßenverkehr sei eine große Gefahr für die Tiere.
Straußberger gibt außerdem zu bedenken, dass aus der ausgesprochen kleinen Wildkatzen-Population nur wenig Nachwuchs entstehen kann. Insofern besteht für die Raubtiere auch kein Grund, neue Reviere zu erkunden. Die letzten Wildkatzen gab es in Fürth vermutlich um 1900 am sogenannten „Katzenstein“, einem Steinbruch im Forstgebiet.
110 Jahre später wurde in Bayern das Bündnis „Aktionsplan Wildkatze“ gegründet. Naturschützer, Forstverwaltungen, Waldbesitzer und Jäger arbeiten darin an Wiederverbreitung und Wohl der Felis silvestris.
Der Erfolg solcher Kampagnen ist nur mühsam zu belegen: Ihr ausgesprochen scheues Verhalten macht die Katzen in den Forsten nahezu unauffindbar. Ein Trick: Mit Baldrian-Tinktur bestrichene Stäbe werden in den Waldboden gesteckt. Von dem Geruch des Würzkrautes wie magisch angezogen, reiben sich die Wildkatzen an den Stöcken — und hinterlassen dabei feinste Härchen. Diese jedoch sind ausreichend für einen DNA-Nachweis. Solche winzigen, aber eindeutigen Spuren wurden jüngst bei Allersberg und Amberg gefunden.
Begrüßen würde Förster Straußberger die Tiere auch in Fürth durchaus, es wäre „ja wieder eine Tierart mehr“. Für Forstwirtschaft und Jagd wären sie keine Konkurrenz.




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