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Fürth: Online-Portal hilft Vereinen beim Geldsammeln

"Gut für Fürth": Sparkasse verdoppelt die ersten Spenden ab 2. Mai - 28.04.2017 20:00 Uhr

Beim neuen Online-Spendenportal "Gut für Fürth" gehen 100 Prozent der Spenden an die Vereine. © dpa


Bei dem Angebot kooperiert die Sparkasse Fürth mit betterplace.org, Deutschlands größter gemeinnütziger Spendenplattform. Ob es um eine Kinderfreizeit, die Renovierung der Kirchenorgel oder ganz banal den Kanalanschluss des Tierheims geht: Gebraucht wird Geld immer und den Vereinen sind bei der Akquise praktisch keine Grenzen gesetzt. Einzige Voraussetzung ist die Gemeinnützigkeit. Vereine und Institutionen müssen also dazu berechtigt sein, eine steuerlich anerkannte Zuwendungsbestätigung zu erstellen.

Spendenplattformen gibt es im Internet schon seit einiger Zeit. Mit "Gut für Fürth" wollen die Kooperationspartner hier neue Möglichkeiten zum Geldsammeln eröffnen. "Die Hürde, um Gutes zu tun, sollte möglichst niedrig sein", sagt Landrat Matthias Dießl – neben Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung Schirmherr der Plattform – und begrüßt das Projekt deshalb ausdrücklich. Schließlich könne man via Internet ganz andere Zielgruppen erreichen und dort auch gleich sein Vorhaben entsprechend vorstellen.

Transparenz verspricht der Betreiber betterplace.org. "Jedes Projekt wird einzeln geprüft", erklärte dessen Vorstandsmitglied Björn Lampe bei der Präsentation im Sparkassen-Casino. Während die 2007 gegründete Online-Plattform Technologie, Erfahrung und Wissen mitbringe, kenne sich die Sparkasse in der Region aus.

Sie sorgt außerdem dafür, dass 100 Prozent der Spenden bei den Organisationen ankommt. "Die Sparkasse übernimmt die Kosten für den Betrieb und bietet den Spendensammlern Unterstützung an", sagt Thomas Mück, Marketingleiter bei der Sparkasse Fürth. Demnach müssen auch keine kostenpflichtigen Telefondienste in Anspruch genommen werden.

Eine Verdopplungsaktion

Obendrein will die Sparkasse mit einer Verdoppelungsaktion "Gut für Fürth" einen guten Start ermöglichen: Vereine, die davon profitieren möchten, müssen ihr Projekt bis Dienstag, 2. Mai, 12 Uhr eingestellt haben. Dann wird laut Thomas Mück jede eingehende Spende bis 200 Euro verdoppelt – bis ein Gesamtbetrag von 10 000 Euro erreicht ist. "Danach entscheiden wir, wann wir diese Aktion wiederholen."

Erste Erfolge lassen sich bereits ausmachen, obwohl die Plattform einer breiten Öffentlichkeit noch gar nicht bekannt ist. Über 40 Vereine aus Stadt und Landkreis haben zusammen schon mehr als 11 000 Euro zusammengebracht. Als Konkurrenz zur Spendendose will die Plattform übrigens nicht verstanden werden. Auch die Sparkasse bleibe mit Sponsoring und direkten Spenden aktiv. Allein im vergangenen Jahr waren dies laut ihrem Vorstandsvorsitzenden Hans Wölfel über 600 000 Euro.

Weitere Informationen online unter www.gut-fuer-fuerth.de 

Armin Leberzammer

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