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Fürth: Wütender Protest der städtischen Mitarbeiter

500 Beschäftigte im öffentlichen Dienst aus Stadt und Landkreis beteiligen sich am Warnstreik - 08.03.2012 14:00 Uhr

FÜRTH  - Lautstark haben rund 500 Beschäftigte im öffentlichen Dienst aus Stadt und Landkreis am Donnerstagvormittag in der Fürther Innenstadt für mehr Lohn gekämpft.

Die Befürchtung, bei zu niedriger Lohnsteigerung finanziell langsam aber sicher baden zu gehen, trieb die Angestellten zum Warnstreik. „Wir wurden in den letzten Jahren immer kurzgehalten“, sagte Andreas Jäger, Personalratsvorsitzender der Stadt Zirndorf.
Die Befürchtung, bei zu niedriger Lohnsteigerung finanziell langsam aber sicher baden zu gehen, trieb die Angestellten zum Warnstreik. „Wir wurden in den letzten Jahren immer kurzgehalten“, sagte Andreas Jäger, Personalratsvorsitzender der Stadt Zirndorf.
Foto: Horst Linke
Die Befürchtung, bei zu niedriger Lohnsteigerung finanziell langsam aber sicher baden zu gehen, trieb die Angestellten zum Warnstreik. „Wir wurden in den letzten Jahren immer kurzgehalten“, sagte Andreas Jäger, Personalratsvorsitzender der Stadt Zirndorf.
Die Befürchtung, bei zu niedriger Lohnsteigerung finanziell langsam aber sicher baden zu gehen, trieb die Angestellten zum Warnstreik. „Wir wurden in den letzten Jahren immer kurzgehalten“, sagte Andreas Jäger, Personalratsvorsitzender der Stadt Zirndorf.
Foto: Horst Linke

Die Wut im Bauch hat mehr Menschen auf die Straße getrieben, als ver.di-Vertreter Frank Bess erwartet hatte. Die Gewerkschaft hatte in ganz Bayern zu  Warnstreiks aufgerufen, nachdem die kommunalen Arbeitgeber bei den letzten Tarifverhandlungen kein Angebot vorgelegt hatten.

6,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro, fordern die Tarifunion des Beamtenbundes dbb und ver.di für rund zwei Millionen Beschäftigte beim Bund und den Kommunen. Den Arbeitgeber geht das zu weit, die Kommunen verweisen auf leere Stadtkassen. Die erste Tarifrunde bleibt deswegen ohne Ergebnis. Ende März soll weiterverhandelt werden.

Betroffen von dem Warnstreik sind Verwaltungen, Stadtwerke, Krankenhäuser, Kindertagesstätten, Bibliotheken, Theater und soziale Einrichtungen. Auch in Fürth mussten sich die Bürger auf Wartezeiten und verschlossene Türen in Behörden und städtischen Einrichtungen einstellen.

Um neun Uhr setzte sich der Demonstrationszug an der Fürther Freiheit in Bewegung. Aus allen Bereichen der Stadt kamen die Teilnehmer. Mitarbeiter der allgemeinen Verwaltung, des Grünflächenamts und der Stadtentwässerung waren ebenso dabei wie Erzieher, Reinigungskräfte und Angestellte des Theaters. Über die Gebhardtstraße ging es zur Nürnberger Straße und durch die Königstraße zur Kundgebung am Rathaus.

Mit Trillerpfeifen, Tröten und Transparenten machten die Mitarbeiter der Stadt und ihre Kollgen aus Zirndorf, Oberasbach, Stein und Langenzenn ihren Ärger deutlich: „Wir wurden in den letzten Jahren immer kurzgehalten“, sagt Andreas Jäger, Personalratsvorsitzender der Stadt Zirndorf, aus der zu seiner großen Freude gleich 70 Beschäftigte nach Fürth gekommen waren. In Zirndorf waren deshalb unter anderem Teile der Gärtnerei und des Bauhofs und sowie das Bürgeramt dicht, wie Jäger sagte. „Es wird Zeit, dass in die Geldbeutel zumindest der Ausgleich für die Inflation plus x reinkommt.“

Bei der Kundgebung am Rathaus sprach unter anderem der frühere Personalratsvorsitzende der Stadt Fürth, Hans-Stefan Schuber, der die Arbeitgeber warnte: "Wir werden nicht zurückweichen." Schuber äußerte seine Sorge um die Zukunft des öffentlichen Dientes: Kräfte,die ausscheiden, "können nicht ersetzt werden, wenn dem Nachwuchs nichts geboten wird."

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Weil die kommunalen Arbeitgeber bei der letzten Tarifrunde im öffentlichen Dienst kein Angebot vorgelegt haben, gingen Donnerstagvormittag rund 1600 Beschäftigte in Nürnberg und mehrere Hundert in Fürth auf die Straße. Ein Teil der Nürnberger Streikenden zog in einem Demonstrationszug vom Heizkraftwerk Sandreuth zum Kornmarkt, wo die Abschlusskundgebung stattfand.

Renate Sternatz von ver.di betonte, dass die 6,5-Prozent-Forderung "nicht jenseits von Gut und Böse ist, sondern berechtigt": "Wir haben Anspruch, am Aufschwung teilzuhaben." "Mehr Geld im Portemonnaie" bräuchten insbesondere die Mitarbeiter in den niedrigen und mittleren Gehaltsstufen, "die die steigenden Preise am meisten drücken". Die Kommunen seien keine "Musterarbeitgeber" mehr. Sternatz forderte sie auf, prekäre Arbeitsbedingungen (Zwangsteilzeit, Befristung, Minijobs) zurückzudrängen.
  

Claudia Ziob


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