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Fürther Ethikpreis geht an Münchner Schüler

Beim Wettbewerb der Löhe-Hochschule machten Jugendliche aus ganz Deutschland mit - 09.07.2018 21:00 Uhr

Comedian Volker Heißmann und Laudatorin Britta Stolte (v. re.) überreichten im Beisein von Vertretern der Hochschule und der Stadt die Urkunden an die erfolgreichen Wettbewerbsteilnehmer. © Foto: WLH


Drehbücher, Zeitungen, Filme, Theaterstücke oder Podcasts: Die Wettbewerbsbeiträge waren vielfältig. Am Ende haben die Juroren Schülerinnen und Schüler der FOS/BOS München mit dem ersten Platz ausgezeichnet für ihre Schülerzeitung "BOS reports: Meinungsbildung & Digitalisierung".

Welchen Wert Kreativität in der heutigen Gesellschaft haben kann, machte Festredner Volker Heißmann den aus der ganzen Bundesrepublik angereisten jungen Gästen deutlich. Neben einigen gewohnt launischen Anekdoten erinnerte der Komödiant an die Anfänge der Comödie im Berolzheimerianum: "Aus Blödsinn kann auch vieles Gutes entstehen. Heute beschäftigen wir 80 Mitarbeiter."

Großer Respekt

Davon sind die meisten Gäste noch weit entfernt, stehen sie doch gerade davor, ihre jeweiligen Schulabschlüsse zu machen. Dass sie trotzdem Zeit und Muße fanden, sich dem Ethik-Wettbewerb zu stellen, nötigte nicht nur WLH-Präsident Professor Ingo Friedrich und dem Leiter des Ethikinstituts Elmar Nass großen Respekt ab. Auch die Laudatorin Britta Stolte vom bayerischen Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung hob das Engagement der jungen Menschen hervor: "Die Beiträge reflektieren die Auswirkungen neuer Entwicklungen – auf den Menschen, auf die Gesellschaft und im Hinblick auf unser Werteverständnis."

Als Vertreter der jungen – und damit besonders vom zunehmend beschleunigten Wandel betroffenen – Generation zeigten die Arbeiten zweierlei: Innovationen erfordern immer auch mutige Schritte ins Unbekannte, denn die Gestaltung der Zukunft setze die Bereitschaft voraus, Neuland zu betreten, unbekannte Risiken einzugehen und Grenzüberschreitungen zu wagen. "Gleichzeitig ist dabei aber auch immer die Auseinandersetzung mit den damit verbundenen Chancen und Risiken und mit den Grundwerten unserer Gesellschaft vonnöten. Mit einem solchen verantwortlichen Fortschritt setzen sich die Schülerinnen und Schüler in ihren Beiträgen auseinander", so Stolte.

Neben Kreativpreisen für Schüler des Brändström-Gymnasiums Oberhausen und des Röntgen-Gymnasiums Würzburg überreichte Britta Stolte auch die drei Hauptpreise. Der dritte Platz ging an eine zehnte Klasse des Max-Schneider-Gymnasiums in Lichtenstein, während der zweite Platz aus der Region kommt: Zehntklässler des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums Oberasbach hatten sich mit ihrem Film "Gut leben" mit einer zentralen Frage der Ethik auseinandergesetzt: Was ist das eigentlich, das gute Leben? Genuss und Konsum oder eher respektvoller Umgang und ein friedliches Miteinander?

Den ersten Preis schließlich, den Schüler der Klasse B11a der Therese-von-Bayern-Schule (FOS/BOS) für ihre Schülerzeitung erhielten, begründete die Laudatorin unter anderem mit der Auseinandersetzung mit "brandaktuellen Themen". Dabei hätten sie sich mit den Informationsquellen der Jugendlichen auseinandergesetzt und den Einfluss des Internets und speziell sozialer Netzwerke untersucht. "Das Ergebnis ist ein anregendes Zusammenspiel von Bildern und Texten, in denen die Verfasser informativ, abwechslungsreich und auch humorvoll ein Problembewusstsein schaffen und Manipulationsmöglichkeiten im Netz aufdecken möchten". Insgesamt wurden bei der vierten Auflage des WLH-Ethikpreises Preisgelder von 1100 Euro verteilt. 

Armin Leberzammer

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