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Fürther Kinder üben mit Olympiasiegerin Natalie Geisenberger

30 Jungs und Mädchen trafen sich beim Ferienprogramm mit der Rodlerin - 05.08.2015 20:00 Uhr

„Ein Gefühl dafür bekommen, wie sich das Ding unter einem verhält“: Olympiasiegerin Natalie Geisenberger erklärt, worauf es beim Rodeln (im Sommer) ankommt. © Foto: Michael Fischer


Als Natalie Geisenberger einige ihrer Goldmedaillen auspackt, werden die Kinderaugen plötzlich riesengroß. Auch für eine Handvoll herbeigeeilter Eltern, die in der Mittagspause nach ihren Zöglingen sehen, ist das Grund genug, die Handys zu zücken. Klick, klick, einmal Lächeln - für die Olympiasiegerin ist es beinahe täglich Brot, doch für den Nachwuchs ein sichtlich besonderer Moment.

Das Vorhaben, den Kindern etwas Außergewöhnliches zu bieten, geht also voll auf. Die ganzen Sommerferien über veranstaltet das Netzwerk „Fürther Bündnis für Familien“ verschiedene Themenwochen. Dieser Tage geht es um „Kleine Forscher, große Erfinder“.

Neben Aktionen im Jugendhaus Hardhöhe stehen einige Ausflüge an – so auch zu uvex auf der Hardhöhe. Das Unternehmen unterstützt wie einige weitere Firmen die Ferienbetreuung des Bündnisses und übernimmt für seine Mitarbeiter die Hälfte der Kosten von 120 Euro. Am Morgen konnten sich die Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren über das menschliche Ohr und effektiven Gehörschutz informieren. Anschließend wurden Rodelhelme bemalt, ehe das Treffen mit der erfolgreichen Sportlerin anstand.

„Wir machen bewusst im Sommer eine Wintersportaktion“, erzählt Sandra Bogendörfer, die das Projekt bei uvex betreut. Man hätte freilich auch beispielsweise Ski-Ass Felix Neureuther nach Fürth holen können, „aber Rodeln ist dann doch etwas spannender. Und andere Profis, die mit unseren Helmen fahren, sind mitten in der Saison.“ Natalie Geisenberger hingegen hat noch einige Monate vor sich, bis sie wieder in den Eiskanal steigt.

Und so geht es nach den obligatorischen Erinnerungsfotos vor die alte Lagerhalle an der Würzburger Straße. Das Wichtigste beim perfekten Rodelstart? „Den Helm nicht vergessen“, sagt Geisenberger. Möglich sei es freilich nicht, den Kindern Genaueres über das Rodeln zu erklären, „aber sie sollen erst einmal ein Gefühl dafür bekommen, wie sich das Ding unter einem verhält“.

„Das Ding“ ist ein kleiner roter Rodel mit Rädern, mit dem es einige Meter in der Lagereinfahrt hinuntergeht. Bei manchen klappt das Lenken schon ganz gut, andere landen in einem Meer aus Gummireifen.

Vor einem perfekten Rodelstart, sagt Natalie Geisenberger, „stehen immer erst einmal die körperlichen Voraussetzungen. Viel Kraft, Athletik und ein guter Hebel, den ich wegen meiner Körpergröße ja auch habe.“ 1,83 Meter misst die 27-Jährige, die gerade wieder ein Mädel auf die kurze Reise bergab schickt. Im April hat für die gebürtige Münchnerin die Vorbereitung auf die neue Saison begonnen, „mit Ausdauer, Radfahren und einem Kraftzirkel auf Zeit“.

Seit Juni sei das Training nun wieder spezifischer und werde Schritt für Schritt schneller: Sprints, Kraftübungen auf Wiederholungen – „und je mehr es auf den Winter zugeht, desto kürzer werden die Strecken und niedriger die Wiederholungszahlen.“ Im November wird es dann ernst, wenn Natalie Geisenberger beim Weltcup in Innsbruck wieder auf Medaillenjagd geht. 

MICHAEL FISCHER

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