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Fürther Mountainbiker drängen weiter auf Bikepark

600 Meter langer Parcours an der Flanke der Bauschuttdeponie geplant - 11.04.2015 16:00 Uhr

Radakrobatik im Stadtwald: Ein Mitglied der Mountainbikegruppe hebt beim Training ab. Auf dem geplanten Parcours soll es freilich moderater zugehen. © Foto: Hans-Joachim Winckler


Bereits im vergangenen Sommer hat sich der städtische Umweltausschuss mit dem Vorhaben einer 90-köpfigen Gruppe im Radsportclub Fürth befasst und es wohlwollend beurteilt. Geplant ist in Eigenleistung ein 600 Meter langer Parcours. Familientauglich soll die Strecke sein, gleichzeitig aber auch interessant genug, um Mountainbiker von wilden Touren abseits der Wege im Stadtwald wegzulocken.

Ein Effekt, der von der Stadt zum Schutz der Vegetation durchaus gewünscht ist. Als Anreiz für Radler mit unterschiedlichen Ansprüchen sollen verschiedene Schwierigkeitsgrade eingebaut werden.

Die Mountainbiker um André Kirchberger und Manuel Stenz werden schon ungeduldig. Das schöne Wetter lockt sie jetzt wieder verstärkt hinaus ins Freie. "Wir waren beim Bürgermeister, um darauf aufmerksam zu machen, dass wir nach wie vor großes Interesse an dem Projekt haben", sagt Stenz.

Wie schnell sie zum Zuge kommen, das hängt nach den Worten von Susanne Grünbaum, Leiterin der städtischen Abfallwirtschaft, vom Erdaushub-Aufkommen ab. Wird mehr Material angeliefert, kann die Deponie früher eingestellt werden, bei spärlicherem Aufkommen dauert es länger. Von einem Parallelbetrieb der Deponie und des Bikeparks haben etliche befragte Behörden abgeraten.

Klare Vorgabe

Eine klare Terminvorgabe von der Stadt wünscht sich Stenz, um die anstehenden Arbeiten koordinieren zu können. Zwei bis drei Wochen setzt er für die Planung an. Den Streckenbau wollen die Mountainbiker mit Muskelkraft selbst übernehmen. Auch das kein langwieriger Akt, wie Stenz meint. Schon einmal haben junge Mountainbiker unter den Fittichen des Radsportclubs einen Parcours auf dem Kavierlein angelegt. Die Bebauung des Areals hat das Aus für ihn bedeutet.

Bis die Deponie am Stadtwaldrand verfüllt ist, werden nach Auskunft von Grünbaum drei Mitarbeiter der Abfallwirtschaft hier noch im Einsatz sein. Der Anlieferstopp für Bauschutt betrifft Firmen. Bürgerinnen und Bürger können Kleinmengen von bis zu 100 Liter (das entspricht etwa zehn gefüllten Éimern bzw. einer Kofferraumladung) weiterhin per Hand in die aufgestellten Abfallcontainer füllen.

Das Material wird dann von der Stadt zu einem Verwertungsbetrieb bei Schwabach transportiert, mit dem Fürth einen Entsorgungsvertrag abgeschlossen hat.

Größere Mengen nehmen die Recyclingfirmen im Ballungsraum, etwa die Recyclingunternehmen Veolia und Rau in der Boxdorfer Straße in Boxdorf, Sand Barthel am Bronnamberger Weg in Zirndorf und Grüne Engel in der Antwerpener Straße im Fürther Hafen, entgegen. 

VOLKER DITTMAR

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