Dienstag, 11.12.2018

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Fürther Sehenswürdigkeiten im Lichterglanz

Auf der beginnenden Altstadtweihnacht verkauft der Süßkramladen Banderolen mit Motiven der Stadt - 08.12.2018 21:00 Uhr

Platt auf einer Karte, die sich gut verschicken lässt, kommt die Teelicht-Silhouette daher. Vor dem ersten Gebrauch muss man sie in Form bringen. Foto: De Geare


Als Beate Ludwig und Petra von Schwanenflug vor rund drei Jahren die Illumination im Kleinformat auf einer Messe entdeckten, war ihnen sofort klar, dass es sie auch für Fürth geben sollte. Nun, zum fünfjährigen Jubiläum ihres Süßkramladens in der Altstadt, kann man sie dort erstehen — und darauf einige markante Gebäude und typische Merkmale der Stadt entdecken. Zu finden sind natürlich Stadttheater Rathaus und St. Michael, aber auch der Stadtpark, der alte Schlot in der Gustavstraße inklusive Storchennest und die Kärwa. Viele Mails, Entwürfe, Vorschläge und Fotos schickten von Schwanenflug und Ludwig nach Luxemburg, wo die Firma sitzt, die die kleinen Leuchtobjekte fertigt. Das Unternehmen hatte Fürth tatsächlich schon auf dem Schirm, bevor die beiden Frauen an es herantraten; ein Muster existierte bereits. Doch die beiden Frauen waren damit nicht einverstanden. "Da gab es ein riesiges Playmobil-Männchen, das alles überragte", moniert etwa von Schwanenflug. Dabei kämen die Plastikfiguren ja gar nicht aus Fürth. Wichtig war ihr dafür das Berolzheimerianum, das auf die jüdische Geschichte der Stadt verweist und außerdem die Heimat von Heißmann und Rassau ist.

Wer den Edelmetall-Streifen ersteht, muss sich vor dem ersten Gebrauch übrigens noch einmal ziemlich ausgiebig mit dem Motiv befassen. Der Grund: Bis die Banderole, die platt auf einer Karte aufgezogen verkauft wird, gut um ein Teelicht passt, muss sie sorgfältig und mit Fingerspitzengefühl und rund gebogen werden. "Nur dann lässt sie sich ganz einfach auswechseln und auf ein neues Licht setzen", sagt von Schwanenflug — und fügt mit einem verschmitzten Lächeln hinzu, dass sich nicht alle Fürther Originale ohne weiteres verbiegen lassen. St. Michael etwa sei bisweilen etwas störrisch...

Kaufen kann man die kleine Stadtansicht für sechs Euro im Süßkramladen in der Mohrenstraße 6 und während der Altstadtweihnacht, wo das Geschäft heuer erstmals einen Stand betreibt. Geöffnet hat der Weihnachtsmarkt auf dem Waagplatz bis zum 16. Dezember von Montag bis Freitag von 16 bis 20 Uhr, am Wochenende von 13 bis 20 Uhr. 

Gwendolyn Kuhn

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