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Geklaute Bänke: Ersatz für die Fürther Fußgängerzone

Die neuen Sitzgelegenheiten sollen weniger interessant sein für Diebe - 05.07.2018 16:00 Uhr

Sieht doch ganz bequem aus: Im Sommer des vergangenen Jahres hatten Diebe sieben massive Bänke abtransportiert. Die Nachfolger haben einen geringeren Materialwert, sollen aber trotzdem Sitzkomfort bieten. © Foto: Thomas Scherer


Die Diebe müssen damals nachts mit einem Lastwagen in die Fußgängerzone gefahren sein. Jedenfalls fehlten in der Schwabacher Straße zwischen Kohlenmarkt und Maxstraße sowie in der Rudolf-Breitscheid-Straße von einem Tag auf den anderen sieben Bänke. Sie waren aufgestellt worden, als die Stadt die Einkaufsmeile vor knapp über zehn Jahren neu pflastern ließ. Das Motiv der Diebe war leicht zu erkennen: der Materialwert. Baubronze ist offenbar nicht billig. Von den Tätern fehlt bis heute jede Spur.

Dafür stehen seit einigen Wochen neue Bänke an den alten Plätzen – aus pulverbeschichtetem Metall mit Sitzflächen aus Holzlatten. Nicht so teuer wie die Vorgänger, aber auch nichts von der Stange, wie Tiefbauamtsleiter Hans Pösl versichert. Im Februar waren sie ausgesucht worden, die Fertigung dauerte dann noch einmal acht Wochen. Ein Einzelstück kostete 1650 Euro. Die Kosten für eine der Bänke übernahm die Seniorenstiftung Kemmeter aus der Stiftergemeinschaft der Sparkasse Fürth – um gerade Senioren beim Einkaufsbummel oder beim Stadtspaziergang eine Gelegenheit zu bieten, sich auszuruhen und etwas zu verweilen. Die Bank steht passenderweise direkt neben einem Büchertauschregal.

Weniger schön: Eine andere Bank wurde bereits großflächig mit Farbe beschmiert. "Wir müssen sehen, wie wir das wieder sauber kriegen", sagt Hans Pösl. Er ist optimistisch, dass die neuen Sitzmöbel wenigstens von Dieben verschont bleiben. Vom Materialwert seien sie schließlich nicht mit Baubronze zu vergleichen. 

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