Montag, 24.09.2018

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Generalsanierung des HLG beginnt nicht vor 2020

Baustart verzögert sich — Drei Szenarien für die Ludwig-Erhard-Berufsschule - 11.09.2018 06:00 Uhr

Der sogenannte "Neubau" des Helene-Lange-Gymnasiums wurde in den 70ern gebaut. Seine Sanierung wird ein Kraftakt. © Hans-Joachim Winckler


Eigentlich hatte die Stadt den Auftrag bereits Anfang 2018 an ein Architektenbüro vergeben wollen. Doch für das Großprojekt war eine europaweite Ausschreibung nötig, in deren Verlauf es zu einer rechtlichen Auseinandersetzung kam, wie Schulreferent Markus Braun erklärt. Das Verfahren musste wiederholt werden, "wir haben fast ein halbes Jahr verloren".

Nun aber stehe die Auftragsvergabe bevor. Hatte Braun vor einem Jahr geschätzt, dass die Bauarbeiten "frühestens 2019" beginnen, sagt er jetzt: "Wir hoffen, dass es noch 2020 losgeht." Wegen gestiegener Baukosten kalkuliert die Stadt inzwischen mit 35 statt 31,9 Millionen Euro.

Die Generalsanierung wird ein Kraftakt.  In einem ersten Schritt sollen zwei Neubauten entstehen, die dauerhaft helfen sollen, den erhöhten Platzbedarf zu decken: der eine auf dem unbefestigten Parkplatz vor dem sogenannten Ufo, der andere im Altbau-Pausenhof, wo zurzeit in Containern vier Klassenzimmer untergebracht sind.

Die beiden Erweiterungsbauten dienen zunächst als Ausweichquartier für Klassen, während der sogenannte "Neubau" aus den 70er Jahren saniert wird. Zwei Varianten sind im Gespräch: Bei der einen wird das Gebäude abschnittsweise erneuert. Bei der anderen käme ein Teilabriss ins Spiel. Das Architektenbüro wird klären müssen, welcher Weg der bessere ist. Auf jeden Fall suche die Stadt noch weitere Flächen in der Nähe der Schule, sagt Braun, um Klassen während der Baumaßnahme in Containermodulen unterbringen zu können.

Verschiedene Szenarien gibt es auch für die dringend notwendige Sanierung der Ludwig-Erhard-Berufsschule (LES). Die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie werden demnächst vorgelegt, so Braun. Klar sei aber bereits, dass der erhöhte Raumbedarf am bisherigen Standort grundsätzlich gedeckt werden könnte – sei es über einen Abriss und Neubau der Schule, einen Teilabriss oder eine Aufstockung des Gebäudes. "Mindestens um einen Teilabriss werden wir wohl aber nicht herumkommen."

Ein Modulgebäude für die "Pesta"

Schneller soll die Pestalozzi-Schule erweitert werden: Der geplante Modulbau soll bis zum Ende des Schuljahrs 2018/19 stehen. Erst 2020 wird wohl klar sein, ob das Heinrich-Schliemann-Gymnasium aufs Wolfsgruberareal zieht. Der Architektenwettbewerb hat sich verzögert, auf dessen Basis der Stadtrat entscheiden will, ob das Schliemann einen neuen Komplex bekommt oder der alte saniert und ergänzt wird. 

czi/ja

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