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Haus Phantasia bleibt, wo es ist

Domizil für fünf Jahre gesichert - Grafflverkauf gegen Spenden - 21.04.2012 22:00 Uhr

Im vergangenen Jahr machte sich das Phantasia-Team noch Sorgen wegen des Verkaufs. Jetzt ist alles in Butter. © Pfrogner


Der neue Eigentümer, Peter Prohl, ein kaufmännischer Angestellter aus Erlangen, will die oberen zwei Etagen sanieren und vermieten. Im ersten Stock befindet sich bisher das große Material-Lager der „Schule der Phantasie“. Bis Ende April muss es ausgeräumt werden. Weil im Erdgeschoss, wo weiter Mitmach-Werkstätten und Kreativ-Workshops für Kinder und Jugendliche angeboten werden, nicht genug Platz ist, so Phantasia-Geschäftsführerin Ulrike Irrgang, „müssen wir uns von einigen Materialien trennen“. Für Montag ist die Sperrmüllabfuhr bestellt. Wer Interesse hat, kann am Sonntag von 14 bis 17 Uhr das eine oder andere Schnäppchen ergattern: Gegen kleine Spenden gibt es Schulbänke, Rahmen, Bücher, Gläser und allerlei Künstlergraffl.

Irrgang ist „gespannt, wie sich Baulärm und neue räumlich-materielle Bescheidenheit“ auf den laufenden Betrieb auswirken. Vor allem aber sind sie und ihre Kollegen froh, ihre Zukunftssorgen los zu sein und mittelfristig zu einem ähnlich günstigen Mietzins wie bisher in dem „kleinen fantastischen Häuschen mit seinem besonderen Zauber“ bleiben zu können. Wie berichtet, stand das denkmalgeschützte Gebäude (Verkehrswert: 175000 Euro) länger zum Verkauf, die Unterbringung der „Schule der Phantasie“ war ein Dauer-Provisorium, für das die Stadt zuletzt bis Ende 2013 grünes Licht gegeben hatte.

Wann es losgeht mit dem Umbau, weiß Neu-Eigentümer Prohl noch nicht. Doch hält er den Vertrag mit den Künstlern, „nicht für ein notwendiges Übel, sondern eine schöne Sache.“ Dass sein vierjähriger Sohn auch mal mitmischt, wenn Kinder im Haus Phantasia malen, zeichnen, werkeln oder schauspielern, will er „für später mal nicht ausschließen“.

  

Birgit Heidingsfelder

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